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Wirtschaft Die Post verdient 2015 mehr

Die Schweizerische Post hat im vergangenen Jahr trotz einem leicht tieferen Ertrag den Gewinn gesteigert. Verluste brachten die Poststellen. Die Banken-Sparte der Post, Postfinance, erzielte ebenfalls ein besseres Ergebnis.

Legende: Video «Gute Zahlen bei der Post» abspielen. Laufzeit 1:36 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 10.03.2016.

Die Schweizerische Post hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 645 Millionen Franken erwirtschaftet – 7 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Dem Bund sollen 200 Millionen Franken als Dividende ausgeschüttet werden.

Das Betriebsergebnis vor Finanzerfolg und Steuern (Ebit) nahm um 2,5 Prozent auf 823 Millionen Franken zu. Die Zunahme des Gewinns resultierte aus Veränderungen von Buchwerten im Finanzdienstleistungsmarkt, wie die Post mitteilt. So sei das Handelsergebnis wegen der Aufhebung des Euro-Mindestkurses stark gestiegen.

Weniger Briefe verschickt

Der Betriebsertrag entwickelte sich dagegen in drei von vier Märkten stagnierend bis rückläufig – insgesamt fiel er um 147 Millionen Franken auf 8,2 Milliarden.

Im Kommunikationsmarkt erwirtschafteten die drei Segmente PostMail, Swiss Post Solutions sowie Poststellen und Verkauf gesamthaft ein Betriebsergebnis von 263 Millionen Franken (Vorjahr: 246 Millionen). Die Menge der adressierten Briefe von PostMail sowie Poststellen und Verkauf sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent, die Anzahl Sendungen ohne Adresse nahm um 1,7 Prozent ab.

Poststellen rentieren nicht

Die durch Mengenrückgänge verursachten Ertragsminderungen hätten durch den reduzierten Betriebsaufwand mehr als wettgemacht werden können, schreibt die Post. Nicht so bei den Poststellen und beim Verkauf: Dort resultierte ein Betriebsverlust von 110 Millionen Franken wegen rückläufigen Mengen bei den Brief- und Paketaufgaben sowie wegen dem Rückgang im Zahlungsverkehr.

Die Bilanzsumme der Schweizerischen Post ging von 124,67 Milliarden Franken auf 120,33 Milliarden Franken zurück. Die Post spricht trotzdem von einem «guten Ergebnis in zunehmend schwierigem Umfeld». Dies werde sich so rasch nicht ändern.

Postfinance legt gute Zahlen vor

Die im Finanzdienstleistungsmarkt tätige Postfinance erzielte ein um 20 Prozent höheres Betriebsergebnis von 459 Millionen Franken. Hauptgrund seien Buchgewinne auf Finanzanlagen im Umfang von 25 Millionen Franken. Ferner hätten höhere Transaktionsvolumen an den Devisenmärkten nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses stark zur Ergebnisverbesserung beigetragen. Demgegenüber sei der Zinserfolg vor Wertberichtigungen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig gewesen. Dies aufgrund der sehr tiefen, teilweise sogar negativen Zinsen auf den Märkten, schreibt Postfinance.
Sie habe im letzten Jahr zudem 13'000 neue Kunden gewonnen. Mit Blick auf das laufende Jahr hält das Unternehmen fest, das wirtschaftliche Umfeld und die fortwährende Tiefzinssituation blieben herausfordernd.

3 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Soeben gab ich auf der Post ein Paket auf, u. a. mit einer Flasche Wein. Natürlich war das Paket gut ausgestopft. ich verlangte aber nach der Etiquette "fragile" und "nicht schütteln". Nix mehr, das war einmal. Es heisst einfach, man müsse die Ware gut verpacken, es würde keine Rücksicht mehr auf den Inhalt, also auch auf eine schöne Flasche Wein genommen. Das nennt man doch Dienstabbau am Kunden, aus Spargründen, damit man dem Volk eine tolle Bilanz vorweisen kann.
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  • Kommentar von S. Buso (bst)
    Die Post müsste unbedingt fairem Wettbewerb ausgesetzt werden, dann käme evtl auch nicht jede zweite dvd kaputt an! Eine Zumutung, wie bei der Post mit Paketen umgegangen wird! Und dafür wurde auch noch das Porto um 1.- erhöht. Wirklich schäbig!
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    1. Antwort von U.E. Romer (romeru)
      Jammern ist erlaubt...
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