Fed warnt vor Überhitzung Die US-Wirtschaft läuft plötzlich zu gut

Flyer mit der Aufschrift "We're Hiring" liegen auf einem Tisch

Bildlegende: Der amerikanische Wirtschaftsmotor brummt wieder auf Hochtouren: Firmen stellen viel neues Personal ein. Keystone

  • Die Sorgen um eine zu schwache Wirtschaft in den USA ist der Sorge um eine Überhitzung gewichen.
  • Die amerikanische Wirtschaft ist in den letzten Monaten kräftig gewachsen.
  • Der Zuwachs an Arbeitsplätzen müsse in den kommenden Jahren auf ein «tragbareres Tempo» gedrosselt werden, sagte der Chef der Federal Reserve von San Francisco.

Monatlich sollten künftig rund 80'000 bis 100'000 neue Stellen geschaffen werden. Die jüngste Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bestätige die US-Notenbank in ihrer Planung mit zwei bis drei weiteren Zinserhöhungen in diesem Jahr, sagte der Fed-Chef von San Francisco weiter.

Wirtschaft läuft besser als erwartet

Im April stellten Firmen und der Staat aber insgesamt 211'000 Mitarbeiter ein, weit mehr als erwartet.

Die geldpolitischen Zügel müssten straffer angezogen werden, um eine Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern. Die Erwerbslosenquote ist mit 4,4 Prozent mittlerweile so niedrig wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Die Federal Reserve strebt auf lange Sicht eine Arbeitslosenrate von 4,7 Prozent an.

Angesichts dieser Entwicklung rückt die zweite Fed-Zinserhöhung in diesem Jahr immer näher. Experten rechnen im Juni damit. Am Mittwoch hielt die amerikanische Zentralbank den Leitzins noch konstant.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Leitzinserhöhung in den USA

    Aus Tagesschau vom 15.3.2017

    Die amerikanische Notenbank hat ihre Geldpolitik erwartungsgemäss gestrafft. Der Leitzins wird um 0,25 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent angehoben. Wirtschaftsredaktor Reto Lipp erklärt, was das für die Schweiz bedeuten könnte.