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Kaffeeland Schweiz Die Welt trinkt Kaffee aus Schweizer Maschinen

Die Schweiz ist ein Kaffeeland - zumindest, wenn es um das Geschäft geht. Schweizer Kaffeemaschinen sind auf der ganzen Welt im Einsatz. Denn in diesen Maschinen steckt viel Feinmechanik. Ein Gebiet, auf welchem die Schweiz besonders stark ist.

Legende: Video Braunes Gold made in Switzerland abspielen. Laufzeit 3:38 Minuten.
Aus 10vor10 vom 02.03.2017.

Espresso, Ristretto, Cappuccino, Latte Macchiato – Italien mag mit seinen zahlreichen Kaffeevariationen das Kaffeeland überhaupt sein. Geht es aber um das Geschäft, liegt die Schweiz weit vorne. Zwar wachsen hierzulande keine Bohnen – denn diese gedeihen am besten in tropischen Ländern – im weltweiten Kaffeegeschäft führt aber kaum ein Weg an der Schweiz vorbei.

Schweizer Kaffeemaschinen sind gefragt

Schweizer Handelsfirmen sind für über zwei Drittel des weltweiten Rohkaffee-Handels verantwortlich. Und wird im Ausland doch kein Kaffee aus der Schweiz getrunken, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er in einer Schweizer Maschine gebraut wurde. In einer Maschine von Thermoplan beispielsweise. Der Kaffeemaschinen-Hersteller aus Weggis am Vierwaldstättersee exportiert seine Produkte in über 60 Länder. Und das Geschäft läuft gut: Thermoplan erzielte 2016 einen Rekordumsatz. Zu seinen grössten Kunden zählen Starbucks, Nespresso und die britische Kaffeekette Costa.

Angefangen mit Milchschäumern

Dabei war Thermoplan nicht von Anfang an auf Kaffee spezialisiert, sondern auf ein heimischeres Produkt: Milch. So produzierte Thermoplan in den 80er Jahren Schlagrahm-Maschinen. Später kamen Milchschäumer dazu und erst 1995 stellte die Innerschweizer Firma die erste Kaffeemaschine her. Aber auch diese sind typisch schweizerisch. «Über 80 Prozent der Maschinen-Komponenten werden in der Schweiz hergestellt», sagt Adrian Steiner, CEO von Thermoplan. Zum Erfolg beigetragen habe aber vor allem Schweizer Know-how. Jeder fünfte der 200 Angestellten arbeitet in der Forschung und Entwicklung. «Um die Maschinen herzustellen, muss man das Zusammenspiel von Hydraulik, Mechanik und Elektronik genau verstehen», sagt Steiner.

Know-how und Innovationen

Tatsächlich habe das grosse Know-how dazu geführt, dass die Schweiz zum Zentrum der Kaffeeindustrie wurde, sagt Chahan Yeretzian, Leiter des Kompetenzzentrums für Kaffee an der ZHAW: «Die Kaffeeindustrie wurde in den letzten Jahren zunehmend Wissenschafts- und Technologiebasiert.» Genau in diesen Bereichen sei die Schweiz stark. Dazu komme, dass die Schweiz ein reiches Land sei: «Hier haben die Konsumenten das Geld, um neues auszuprobieren. Zusammen mit dem hohen Bildungsniveau hat das zu vielen Innovationen geführt. Und diese braucht man, um in der Kaffeeindustrie zu überleben», sagt Yeretzian.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Max Moriz (Max und Moriz)
    Nur zur Info für diejenigen, die sich tiefer mit dem Thema beschäftigen möchten: http://kaffeevollautomaten.org/kaffeemaschinen/ oder einfach den Suchbegriff "Kaffeemaschinenhersteller" in die Lieblingssuchmaschine eintippen :-)
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  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Der Verdacht der Werbung lässt sich nicht von der Hand weisen. Es gibt ja diverse schweizer Hersteller, von Nestlé bis Jura, welche berühmte Kaffeemaschinen herstellen. Jura beliefert z.B. ganz VW, x tausenden von Büros. Da nur einen zufällig gewählten Hersteller zu portraitierten erscheint willkürlich und unlogisch.
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  • Kommentar von Norbert Humke (N. Humke)
    Ach ja, die WMF hat über 400 werkseigene Servicetechniker für Kaffeemaschinen allein in Deutschland, also mehr als doppelt so viel wie die ganze Firma Thermoplan und über 6000 Mitarbeiter und stellt seit Anfang des letzten Jahrhunderts Kaffeemaschinen her. Also ich finde den Artikel hier sehr übertrieben. Aber evtl soll er ja nur Werbung sein.
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    1. Antwort von Arnaud Sidler (Arnaud Sidler)
      Ach ja, unser nördlicher Nachbar und sein Ego. Das ist wahrlich das Grösste und wehe...ich glaube es steht nirgends dass der besagte Produzent der weltweit grösste ist sondern z.B. so kleine Firmen wie Starbucks, Nespresso oder Costa Maschinen von Ihnen benutzen. Wissen Sie mein Lieber, auch D ist halt nicht die ganze Welt...
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