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Media Markt Schweiz Die Zeit der grossen Läden ist vorbei

Legende: Audio Media Markt: Umsatzrückgang - Neuausrichtung abspielen.
1:42 min, aus HeuteMorgen vom 28.02.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Elektronikmarkt in der Schweiz ist gesättigt. Der Umsatz mit Elektronikartikel ist seit 2010 um 1,1 Milliarden Franken zurückgegangen.
  • Während viele Schweizer Elektronikhändler ihren Umsatz halten konnten, machte Media Markt 2016 ein Drittel weniger Umsatz im Vergleich zu 2009.
  • Nun reagiert das Unternehmen und nimmt von den grossflächigen Ladenlokalen Abschied: Media Markt will künftig kleine Filialen betreiben, ihr Netz dafür ausbauen. Kunden sollen so ihre online bestelle Ware möglichst in ihrer Nähe abholen können.

Ständig kommen noch bessere Fernseher und noch schnellere Computer auf den Markt. Allerdings werden diese Geräte in der Schweiz immer weniger gekauft. Laut Luca Giuriato, Experte für den Bereich Multimedia beim Marktforschungsunternehmen GfK, ist der Elektronikmarkt ziemlich gesättigt, da in den letzten Jahren ziemlich viel an Elektronik konsumiert wurde.

Entsprechend ist auch der Umsatz mit elektronischen Geräten rückläufig. Während 2010 mit Elektroartikel in der Schweiz noch 4,9 Milliarden Franken pro Jahr verdient wurden, sind es heute noch 3,8 Milliarden Franken.

Ein Drittel weniger Umsatz – trotz Onlineshop

Besonders zu spüren bekommt diese Entwicklung Media Markt Schweiz. 2009 machte das Unternehmen mit 20 Läden fast eine Milliarde Franken Umsatz. Im vergangenen Geschäftsjahr war es über ein Drittel weniger – trotz mehr Filialen und einem Onlineshop.

Grössflächige Läden sind wirtschaftlich nicht mehr tragbar

Media Mark Schweiz macht nun einen Strategiewechsel. Von ihrem Markenzeichen, den grossflächigen Läden, nimmt das Unternehmen laut Karsten Sommer, Geschäftsführer von Media Markt Schweiz, Abschied: «Wir müssen näher am Kunden sein und das bedeutet, dass es auch kleinere Standorte braucht.»

Verkaufsflächen mit mehreren Tausend Quadratmetern sind ein Auslaufmodell, so Karsten Sommer: «Die ganz grossen Läden, mit 7000 oder 8000 Quadratmeter, das wird es wahrscheinlich nicht mehr geben.» So wird zum Beispiel die Filiale in der Stadt Bern, in der früheren Markthalle , geschlossen, lediglich zwei Jahre nach deren Eröffnung. «Der Standort ist schlicht und ergreifend wirtschaftlich nicht tragbar.» Die Miete ist zu hoch und die Erträge sind zu klein.

Der Onlinehandel bestimmt die Ladengrösse

Die neue Devise von Media Markt Schweiz heisst: Kleinere Filialen, dafür mehr. Man werde weiter expandieren, jedoch die Formate ändern, so Karsten Sommer. Mit dieser Strategie sind Konkurrenten wie Interdiscount oder Melectronics in den vergangenen Jahren gut gefahren. Im Gegensatz zu Media Markt konnten sie ihren Umsatz halten. Und mit Blick auf das Onlinegeschäft ist nicht die Grösse, sondern die Anzahl der Standorte entscheidend. Schliesslich wollen die Kundinnen und Kunden ihre bestellten Produkte möglichst in der Nähe abholen können.

13 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Die Gründe liegen in der Preisgestaltung - es geht einfach nicht an -dass der Zwischenhandel über 100% Reingewinn einstreicht, nur für die Weitergabe eines Produktes, das in China oder sonst wo im Ausland produziert wurde .
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  • Kommentar von Severin Heck (Selber denken und prüfen)
    Marktsättigung stimmt sicher. Durch die Grenzöffnung und Energiewende ist die ganze Jobsicherheit nicht mehr gewährleistet. Und die Migrationswelle hat einen Kulturschock sondergleichen ausgelöst. Es ist eine indirekte Absage an den globalen, neoliberalen (no border) Welthandel und Migrationsflut. Plötzlich laufen alle komplett 'klassisch' herum. Man sieht Pfeifenraucher, Hüte, Lederschuhe, Motorräder usw. Es ist ein Kulturwandel am Laufen. ...
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Jetzt ist mir klar warum es Media-Markt Stellen gibt, die praktisch nur noch mit Ausländern besetzt sind. Ich denke nicht, dass diese Leute wegen ihrer Fachkenntnis angestellt wurden. Seither stelle ich dort keine Fragen mehr, denn ich traue den Antworten nicht mehr.
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