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Schwarzgeld in Genf Drei Jahre Haft für früheren französischen Budgetminister Cahuzac

Jérôme Cahuzac hatte Schwarzgeld bei der Genfer Privatbank Reyl deponiert. Diese muss nun eine Millionenstrafe zahlen.

Legende: Video Einschätzungen von SRF-Korrespondent Michael Gerber abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 08.12.2016.
  • Der ehemalige französische Budgetminister Jérôme Cahuzac ist wegen Steuerbetrugs zu drei Jahren Haft verurteilt worden.
  • Gemäss Urteil versteckte er 3,5 Millionen Euro vor dem Fiskus – darunter auch in der Schweiz.
  • Die betroffene Schweizer Bank Reyl muss rund 1,9 Millionen Euro Busse zahlen.

Das Pariser Strafgericht hat im Fall gegen Jérôme Cahuzac sein Urteil gefällt. Der ehemalige französische Budgetminister ist wegen Steuerbetrugs und Geldwäsche zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Jérôme Cahuzac zwischen Polizisten
Legende: Jérôme Cahuzac galt als Star in Hollandes Kabinett. Ein Schwarzgeldkonto brachte ihn zu Fall. Keystone

Der 64-Jährige Sozialist hat im März 2013 seinen Rücktritt als Budgetminister einreichen müssen. Ein Bericht des Enthüllungsportals «Mediapart» über ein Schwarzgeldkonto brachte ihn zu Fall. Zuvor hatte er die Existenz eines solchen Kontos bestritten.

Die Genfer Bank Reyl muss laut Urteil 1,875 Millionen Euro Strafe zahlen. Dort hatte Cahuzac das Schwarzgeldkonto ab 1992 geführt. Zuvor war es bei der UBS.

Die Cahuzac-Affäre erschütterte Hollandes Regierung schwer: Der Minister galt als Leistungsträger im Kabinett und hatte sich den Kampf gegen die Steuerflucht auf die Fahnen geschrieben.

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