Mit Sparprogramm auf Kurs Einsparungen verhelfen Credit Suisse zu mehr Gewinn

  • Von April bis Juni erzielte die Credit Suisse einen Reingewinn von 303 Millionen Franken.
  • Das ist fast doppelt so viel wie die 170 Millionen vor einem Jahr, allerdings etwas weniger als die Analysten erwartet hatten.
  • Vor allem weitere Sparmassnahmen führten zum Gewinnsprung.
  • Alle Bereiche erzielten im zweiten Quartal ein positives Ergebnis.
  • Die Grossbank sieht sich auf gutem Weg, ihre Kosten für 2017 auf unter 18,5 Milliarden Franken zu drücken.

Die Credit Suisse sei im ersten Halbjahr 2017 dank der positiven operativen Effizienz profitabel gewesen, sowohl im ersten als auch im zweiten Quartal, teilt die Bank mit.

Im ersten Halbjahr sammelte die Credit Suisse bei reichen Privatkunden insgesamt 22,8 Milliarden Franken ein. Das sei das beste Ergebnis der vergangenen sechs Jahre.

Mehr Eigenkapital

Im Bemühen, ihre Kapitalbasis zu stärken hat die Grossbank ebenfalls Fortschritte gemacht: Im Juni schloss sie eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von 4,1 Milliarden Franken ab. Dadurch verbesserte sich die Kapitalisierung auf 13,3 Prozent von 11,7 Prozent Ende März (gemessen an der harten Kernkapitalquote).

Thiam zieht positive Zwischenbilanz

Bank-Chef Tidjane Thiam sieht seinen Konzern auf Kurs: «Wir machen gute Fortschritte im Hinblick auf unsere wichtigsten Ziele, unsere Fokussierung auf das globale Vermögensverwaltungsgeschäft zahlt sich aus», schreibt er zu den Quartalszahlen.

Im Ausblick gibt sich die Bank allerdings vorsichtig. Die momentane tiefe Volatilität an den Aktienmärkten, geopolitische Unsicherheiten und Phasen geringer Kundenaktivität dürften die marktabhängigeren Geschäfte beeinträchtigen.