Emmi macht weniger Gewinn bei mehr Umsatz

Der Milchverarbeiter kann im ersten Halbjahr dank eines Zukaufs im Ausland den Umsatz steigern – nicht aber in der Schweiz. Hier hatte man weniger Lust auf Milch. Emmi kämpft gegen schrumpfende Margen, dennoch zeigt sich Emmi-Chef Urs Riedener optimistisch.

Emmi Latte auf dem Fliessband

Bildlegende: Mehr Umsatz, aber weniger profitabel: Der Milchverarbeiter ist mit dem Ergebnis dennoch zufrieden. Keystone/archiv

Der Milchverarbeiter Emmi hat seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres deutlich gesteigert: um 17 Prozent auf 1,57 Milliarden Franken.

In der Schweiz ging der Gewinn um 1,6 Prozent auf 891 Millionen Franken zurück, im Ausland stieg er aufgrund einer Übernahme von 56 Prozent auf 676 Millionen Franken. Der Reingewinn ging insgesamt um 0,8 Prozent auf 39 Millionen Franken zurück.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um 5,3 Prozent auf 65 Millionen Franken.

Emmi-Chef: «Wir sind auf Kurs»

Nicht nur im Heimmarkt Schweiz sei der Preisdruck gross und dies bei allgemein steigenden Milchpreisen, sagte Emmi-Chef Urs Riedener. Diese gegenläufigen Entwicklungen hätten sich auf die Ertragssituation ausgewirkt, da Preiserhöhungen in verschiedenen Märkten nur mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung realisiert werden könnten.

Die Märkte, in denen Emmi aktiv ist, haben sich sehr unterschiedlich entwickelt: Während die Konsumstimmung in Südeuropa verhalten war, entwickelten sich die Umsätze in den USA sowie in Tunesien, Chile und Fernost «erfreulich», sagte Riedener weiter.

Riedener zeigt sich dennoch zuversichtlich: «Die Umsatzentwicklung in unserem Kerngeschäft ist auf Kurs. Die Erträge sind nicht ganz unerwartet durch den starken Wettbewerb geprägt, besonders im Heimmarkt Schweiz. Trotzdem werden wir die für 2013 gesetzten Umsatz- und Ertragsziele erreichen.»