Emmi zahlt Milchbauern weniger

Damit die Marge auch künftig stimmt, wird beim Luzerner Milchkonzern an den Preisen geschraubt. Weniger bekommen Milcherzeuger, mehr zahlen müssen die Konsumenten. Emmi glaubt, dass das Konzept aufgeht.

Mann «wäscht» einen grossen, runden Käse.

Bildlegende: Lange Zeit war das Geschäft mit dem Käse für Emmi eine runde Sache. Ob das auch mit höheren Preisen funktioniert? Keystone

Emmi will den Bauern, die Milch für Exportprodukte herstellen, weniger zahlen. Dies ist eine der Massnahmen, die der Luzerner Milchkonzern wegen des tiefen Eurokurses beschlossen hat. Das teilte er heute den Investoren schriftlich mit.
Emmi hat demnach mit einem Massnahmenpaket auf die Aufhebung des Euro-Mindestkurses reagiert. Das Unternehmen sei zuversichtlich, dass somit auch 2015 der Reingewinn im Rahmen der mittelfristig angestrebten 2,5 Prozent bis 3,5 Prozent liegen werde, heisst es in dem Schreiben.

50 Prozent des Umsatzes wird im Ausland generiert

Eine der Massnahmen sind Preiserhöhungen für Exportprodukte. Zudem soll der Preis für Milch, die zu Exportprodukten verarbeitet wird, gesenkt werden. Weiter plant Emmi Preisverhandlungen mit den internationalen Lieferanten und zusätzliche Effizienzprogramme in den Betrieben.

Der grösste Milchverarbeiter der Schweiz erwirtschaftet, bei einem hohen Kostenanteil im Inland, einen relativ grossen Umsatzanteil von knapp 50 Prozent im Ausland. Die Emmi-Aktie hatte deshalb stark auf den Entscheid der Nationalbank reagiert.