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Wirtschaft Ems-Chemie: Mutmasslicher Wirtschafts-Spion vor Gericht

2007 hat Magdalena Martullo-Blocher Strafanzeige gegen drei ehemalige Mitarbeiter der Ems-Chemie sowie einen Konkurrenzunternehmer eingereicht. Vorwurf: Werkspionage. Zwei mutmassliche Täter wehren sich nun in Bellinzona vor dem Bundesstrafgericht.

Ansicht des EMS-Firmengeländes. Dicke weisse Nebel stehen über den Gebäuden.
Legende: Ob sich im Spionagefall bei der EMS Chemie die Nebel lichten werden, zeigt sich bei der Urteilsverkündung Ende Woche. Keystone

Die Vorwürfe im mutmasslichen Wirtschaftsspionage-Fall bei der Ems-Chemie gegen einen ehemaligen Mitarbeiter und einen externen Unternehmer beziehen sich auf die Jahre 2003 bis 2007.

Der angeklagte Ex-Angestellte der Ems-Chemie, ein 44-jähriger Deutscher, soll einem Schweizer Unternehmer mehrere E-Mails mit geheimen, betriebsinternen Informationen zu Geschäftsstrategien und Produktionstechniken zugeschickt haben.

Auch mit anderen Ems-Chemie-Mitarbeitern habe dieser im Kontakt gestanden. Beide Beschuldigte müssen sich vor dem Bundesstrafgericht wegen Verletzung von Fabrikations- und Geschäftsgeheimnissen verantworten.

Dem Schweizer Unternehmer wird ausserdem wirtschaftlicher Nachrichtendienst vorgeworfen. Die Bundesanwaltschaft hatte Strafbefehle über bedingte Geldstrafen erlassen. Gegen diese erhoben die Angeklagten Einspruch. Das Urteil im Prozess wird am Freitag erwartet.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Ich hoffe doch sehr, dass Frau Martullo-Blocher nicht vom amerikanischen Geheimdienst beraten wurde.
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  • Kommentar von Johannes Rupert, Stäfa
    Was in diesem Artikel, die Bemerkung "...44-jähriger Deutscher" zu suchen hat ist mir rätselhaft. Hier geht es um Wirtschaftspionage. Die hat noch nie Landesgrenzen gekannt. Hier eine befremdliche Formel zur Herkunft der Beteiligten Personen zu bringen ist heuchlerisch. Eher sollte man zur EMS Chemie hier Zahlen nennen, wieviele Deutsche die Familie Blocher in Ihrer Firma beschäfftigen und zu deren persönlichen Wohlstand beitragen.
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Eben, Sie sagen es nun deutlich. Es sind da eben gerade da nicht nur Bankdaten, sondern sogar Betriebsgeheimnisse. - Wirtschaftliche Spionage ist eben (auch) kein Kavaliersdelikt, genau so wie CD-Brennen und vertreiben und dafür kassieren, die Bankdaten bzw. "Steuerhinterzieherdaten" enthalten. - (smile)
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Soviel zur sog. Loyalität zu unserem Lande: "....44-jähriger Deutscher, soll einem Schweizer Unternehmer mehrere E-Mails mit geheimen, betriebsinternen Informationen zu Geschäftsstrategien und Produktionstechniken zugeschickt..." - Hallo, das sind nicht nur Bankdaten über Steuerhinterzieher. (Smile)
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