Zum Inhalt springen

Engpass beim Obst Uns gehen Äpfel und Birnen aus

Legende: Video Einheimische Äpfel und Birnen werden Mangelware abspielen. Laufzeit 1:24 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 16.01.2018.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Vorrat an einheimischen Birnen reicht nur noch bis Ende Woche.
  • Bei den Äpfeln sieht die Situation nicht viel besser aus.
  • 8000 Tonnen importierte Äpfel sollen den Engpass beheben.

Olivier de Meuron ist Lebensmittelhändler aus Neuenburg. Seit 10 Tagen wartet er auf die nächste Lieferung von Bio-Birnen. De Meuron versucht Himmel und Erde in Bewegung zu setzen, um an Schweizer Bio-Birnen zu kommen. «Wir verbringen Tage damit, kleinere Betriebe zu finden, die vielleicht noch Ware zum Verkauf haben», erklärt er.

Die Händler spüren die Folgen des frostigen Frühlings von 2017. 50 Prozent der Bio-Birnen-Ernte wurde im letzten Jahr zerstört. Den Schweizer Produzenten, bio oder nicht, werden wohl bis Ende Woche die Vorräte ausgehen. Deshalb hat die Organisation «Swissfruit» bereits Mitte Dezember bei den Behörden angefragt, ob sie Birnen ohne Zusatzsteuer importieren könne.

Ähnlich ist die Situation bei den Äpfeln. Die Sorte Boskop ist bald ausverkauft, Gala wohl Mitte April. Lediglich bei der Sorte Golden Delicious könnte der Apfel-Bestand bis Ende Frühling reichen. 8000 Tonnen Äpfel müssen wohl importiert werden.

Tristan Cerf, Mediensprecher von Migros, erklärt dazu: «In der Schweiz gelten strenge Normen für «Bio-Produkte». Bei europäischen Bio-Äpfeln gelten ähnliche Kriterien, deshalb können wir das Angebot von Äpfel sicherstellen.»
Das wiederum ist ein Dilemma für jene Händler, die lediglich auf lokal produzierte Ware setzen. So oder so, die Preise für Bio-Äpfel und Birnen werden steigen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von G. S. (stugh)
    Kommt immer noch drauf an woher die Früchte importiert werden. Aus unseren Grenzländern? Ok. Von anderen Kontinenten? Kaufe ich nicht, auch wenn bio.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alfons Wilbert (AlfWilbert)
    ..weder Himmel noch Erde muss man damit belästigen…. Es reicht ein Anruf nach Belgien….Ihr könntet ja vielleicht bei unseren Obstbauern anfragen, die seit der EU-inszenierten Blockade gegen Russland klagen, dass sie Ihre Birnen und Äpfel nicht mehr absetzten können…..
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Wo liegt eigentlich das Problem? Nichts ist unendlich produzierbar in der Natur! Das war früher schon so und ist heute noch viel weniger möglich, da die Welt aus "allen Nähten platzt" wegen der massiven Überbevölkerung und gleichzeitiger, konstanter Zubetonierung, chemische Vergiftung, Zerstörung von wertvollstem Agrarland! Welches Lebewesen - ausser dem "homo sapien", würde sonst noch die eigene Lebensgrundlage zerstören? Keines!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von G. S. (stugh)
      Ich sage hier nur: Foodwaste. Es wäre genügend für alle da, wenn nicht soviel entsorgt werden würde, was (noch) essbar ist.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen