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Erfolgreiches Quartal UBS steigert Gewinn deutlich

  • Die UBS hat im ersten Quartal 2018 einen Reingewinn von 1,5 Milliarden Franken erzielt.
  • Damit konnte sie den Gewinn gegenüber dem Vorjahresquartal um 19 Prozent steigern.
  • Hauptverantwortlich für den Gewinnzuwachs sind steigende Erträge in der Vermögensverwaltung und im Investment Banking.
  • Das Resultat übertrifft die Erwartungen von Analysten, der Aktienkurs reagiert dennoch negativ.
Legende: Video UBS-Aktienkurs bricht ein abspielen. Laufzeit 1:23 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 23.04.2018.

Die grösste Schweizer Bank konnte im traditionell starken ersten Quartal höhere Geschäftserträge erzielen und gleichzeitig die Aufwände senken. In allen Regionen verzeichnete die Vermögensverwaltung einen positiven Zufluss. Die Konzernleitung zeigt sich zufrieden: «Wir hatten einen ausgezeichneten Start ins neue Jahr», so Konzernchef Sergio Ermotti.

Im vierten Quartal 2017 hatte die Bank wegen der US-Steuerreform einen Verlust von über 2 Milliarden Franken erlitten.

Neues Vermögensverwaltungsgeschäft gut gestartet

Der neuen globalen Vermögensverwaltungseinheit Global Wealth Management (GWM) flossen von Januar bis März Nettoneugelder in Höhe von 19 Milliarden Franken zu. Aus allen Regionen seien Gelder eingegangen, schreibt die Grossbank. Der Gewinn der Sparte betrug 1,13 Milliarden.

Die verwalteten Vermögen beliefen sich per Ende des 1. Quartals auf 3155 Milliarden und lagen damit leicht unter den 3179 Milliarden per Ende 2017.

Schweizer Geschäft harzt

Weniger gut lieft das Schweizer Geschäft (P&C): Es erzielte einen um 10 Prozent tieferen Vorsteuergewinn (419 Millionen Franken). Gestiegene Finanzierungskosten, die Negativzinsen sowie höhere Aufwendungen machten die gestiegenen Erträge wieder zunichte.

Im laufenden zweiten Quartal rechnet die Grossbank aus saisonalen Gründen mit tieferen transaktionsbasierten Erträgen in der Investment Bank und im Bereich Global Wealth Management. Sie warnt auch vor möglichen Gefahren der aktuellen geopolitischen Spannungen und des wachsenden Protektionismus.

Aktien klar im Minus

Trotz des satten Quartalsgewinns reagierten die Anleger enttäuscht auf die jüngsten UBS-Zahlen: Der Aktienkurs lag gegen 10 Uhr um 3,5 Prozent im Minus in einem allgemein rückläufigen Markt.

Experten bemängeln die «Gewinnqualität»: Während der Gewinnbeitrag aus dem Global Wealth Management die Erwartungen der meisten Analysten nur knapp erfüllt, verfehlen jene aus den Bereichen Personal & Corporate Banking und Asset Management diese ziemlich deutlich. Analysten machen auf die starken Ertragsschwankungen im Investmentbanking aufmerksam.

Einschätzung von Wirtschaftsredaktor Jan Baumann

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Die UBS überzeugt mit einem soliden Resultat. In den Zahlen der weltgrössten Vermögensverwaltungsbank sind diesmal kaum Schwachstellen auszumachen.

Positiv fällt auf, dass die UBS nicht nur in ihrem Kerngeschäft gut verdient, der Verwaltung von Kundengeldern der Reichen und Superreichen. Auch im Investmentbanking – also beispielsweise dem Handel mit Aktien, Anleihen und Devisen – läuft es rund.

Trotzdem blickt das Managements keinesfalls überschwänglich in die Zukunft: Man werde zwar weiter vom kräftigen Wachstum der globalen Wirtschaft profitieren, besonders in den USA. Doch geopolitische Spannungen und Protektionismus seien eine Gefahr für das Anlegervertrauen, schreibt die Bank. Der Handelskonflikt, den US-Präsident Donald Trump derzeit mit China austrägt, dürfte hier als ein Unsicherheitsfaktor gemeint sein.

Mit anderen Worten: Weil die Kunden der UBS sich mit Börsenaufträgen tendenziell zurückhalten – aus Verunsicherung und Furcht vor Verlusten – nimmt die Bank auch weniger ein als in guten Börsenzeiten.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    'Die UBS hat im ersten Quartal 2018 einen Reingewinn von 1,5 Milliarden Franken erzielt.' Da ja Geld nicht arbeitet, Immobilien einfach so ohne etwas auch nichts 'erwirtschaften', Investitionen ja auch nur Zins und/oder Dividendenerträge erbringen, wenn da wer ist, der was erwirtschaftet. Das grosse Rätsel des grossen Kapitals?Genau die Wichtelmännchen, die nur wichteln, wenn sie unsichtbar bleiben. Dann ist ja alles klar, wer was erbringt, muss unsichtbar bleiben....Genau.
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    1. Antwort von M. Kaiser (Klarsicht)
      Sie haben von mir den ersten Punkt -ja diese Wichtelmännchen heissen Devisengewinne wie bei der SNB - die machen aus dem Elektronengeld in Milliardenhöhen und NULL -Zins - Politik, eben doch die Gewinnspanne die sie den abhängigen Devisenkäufern abzocken - letztere verrechnen wenn möglich, diese Kosten dem Endverbraucher -der heisst Büezer, der sogenannte reale Werteerschaffer und Käufer von Lebensmitteln und Industriegütern. So geht das Spiel der Wichtelmänner . Der Laie wundert sich :-)
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    2. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      in meiner Geschichte sind die Wichtelmànnchen, die da fleissig des nachts Brotbacken alle Menschen, die da tun und arbeiten... Auch Devisengewinne sind durch Menschenarbeit Erzeugtes. Sie können eine 'Devise' so lange herumliegen lassen wie sie wollen, aus ihr einfach so, da kommt nichts....Das mit den 'Endverbrauchern' ist dann etwas anderes.....Also meine brotbackenden Wichtelmännchen sind Ihre Büezer oder Arbeiter*Innen....
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  • Kommentar von A. Zuckermann (azu)
    … und die UBS will Bussen von den Steuern abziehen statt bestraft zu werden. Danke Rudi Noser FDP, tolle Politik. Ich will auch Bussen von den Steuern abziehen… und ich will auch "fiktive" Zinssätze von meinen Steuern abziehen… und… und...
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  • Kommentar von max baumann (phönix)
    Und was resultiert daraus ? Boni rauf und weiterhin keine Zinsen für diejenigen welche das ganze finanzieren. Beim nächsten Crash keine Rettung mehr mit Steuergeldern, kein to Big to ! Lösung : Vollgeldinitiative !!!
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    1. Antwort von Magnus Bender (M.B.B.)
      Die UBS ist und bleibt eine systemrelevante Bank, welche im Falle eines Crashes aufgrund von (neu geschaffenen) Schranken zumindest ein Insolvenz-Risiko beträchtlich abfedern kann. Der Steuerzahler hat übrigens an der UBS-Rettung rund CHF 60 Milliarden (Höhe des Betrages soweit ich das im Kopf habe) verdient und keinen Batzen verloren. Vollgeldinitiative und Helikoptergeld NeinDanke.
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    2. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Ja , Herr Bender und am Schluss hat die UBS die Schweiz vom Staatsbankrott gerettet! So beginnen die Geschichten die immer mehr von der Wahrheit abrücken. Die 60 Milliarden die sie nennen, wahr die Bürgschaft. Den kleinen Gewinn der wir gemacht haben sollen ist längst in einen Verlust umgeschwenkt, das ist die Wahrheit. Das die UBS Langezeit keine Steuern bezahlt hat verschweigen sie, ebenso das viel hundert Menschen entlassen wurden.
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    3. Antwort von M. Kaiser (Klarsicht)
      Hr. Bender, sie verwechseln wohl die Fakten-es ist genau umgekehrt gelaufen, die UBS hat mit Milliarden Elektronengelder faule US -Papiere gekauft und sich damit verzockt . Dabei wussten die Verantwortlichen, als Halbstaatl. relev. Grossbank, dass der BR hier mit der SNB Hilfe leistet, weil die Folgen des Bankrott verheerend für die CH gewesen wäre. UBS -Pleite =Staatspleite, das ist die Formel der Rettung. Darum ist die Vollgeldinitiative ja erst gestartet worden, damit sich das nie widerholt !
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