Zum Inhalt springen

Erneut mehr Dividende Givaudan-Gewinn legt kräftig zu

  • Der Gewinn von Givaudan stieg um knapp 12 Prozent auf 720 Millionen Franken.
  • Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis auf 5,1 Milliarden Franken (+ 4,9 Prozent).
  • Mit der 17. Dividendenerhöhung in Folge sollen auch die Aktionäre am Erfolg teilhaben können.
Blick auf das Firmengelände in Vernier bei  Genf mit Röhren im Vordergrund und dem Schriftzug "Givaudan" auf einem Firmengebäude.
Legende: Mit dem Reingewinn hat Givaudan die Schätzungen der Analysten deutlich übertroffen. Keystone

Gewachsen sei Givaudan über alle Produktsegmente und Regionen hinweg, teilt der Konzern mit. Auch die zuletzt übernommenen Unternehmen hätten alle positiv zum Ergebnis beigetragen. Preiserhöhungen hätten höhere Produktionskosten ausgleichen können.

Weniger Steuern in den USA

Dass der Reingewinn so kräftig zulegte, ist nicht zuletzt den deutlich tieferen Ertragssteuern zu verdanken. Sie machten dank geringerer Steueraufwendungen in den USA nur noch 9 Prozent des Gewinns vor Steuern aus. Das ist die Hälfte des Vorjahreswertes.

Sonderkosten belasten Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen) sank hingegen wegen Sonderkosten (- 3,3 Prozent). Diese entstehen wegen des Effizienzprogramms («Givaudan-Business-Solutions-Programm»), für das 2017 Kosten von insgesamt 107 Millionen anfielen.

Rohstoffe werden teurer

Givaudan bekräftigt die seit August 2015 gültigen Mittelfristziele: Die Genfer streben jährlich ein organisches Wachstum (ohne Übernahmen) von 4 bis 5 Prozent an und wollen damit das Marktwachstum übertreffen. Die bestehende Dividendenpraxis soll beibehalten werden.

Für das laufende Jahr rechnet der Aromen- und Riechstoffkonzern mit deutlich höheren Rohstoffkosten. Er erwartet einen Anstieg von 5 bis 6 Prozent.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Was auch klar sein sollte, alle die, die Steuern verteufeln, Konzern-Steuern sind Beiträge, an den Ort, an die Infrastrukturen vor Ort, an die Mitwelt und indirekt an die Menschen, ein angemessener und anständiger Beitrag dort, wo einem Konzern ermöglicht wird, solchen Gewinn zu erzielen. Alles andere zeugt von großer praktischer Dummheit, Kurzsichtigkeit und ist in höchstem Maß verwerflich.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    'Sie machten dank geringerer Steueraufwendungen in den USA nur noch 9 Prozent des Gewinns vor Steuern aus.' Spätestens jetzt ist klar, dass Steuerpolitik wohl eines der effektivsten Instrumente ist, um ungesunde Kapitalansammlung auf ein für alle verträgliche Maß zu bringen. Ansonsten ist es ein ungesunden, höchst unphysiologisches Finanz-Wachstum auf Kosten Aller, die nicht CEOs und Shareholders sind. Gefordert sind Verhältnismäßigkeit zu Gunsten Aller, die solche Konzerne erst möglich machen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen