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Wirtschaft «Es wäre schlimmer, hätten wir den Kopf in den Sand gesteckt»

Im Rahmen der geldpolitischen Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), sprach deren Präsident Thomas Jordan mit der «Tagesschau» über den starken Franken und die allgemeine Situation in der Schweiz. Am Negativzins wird die SNB «in absehbarer Zeit» weiterhin festhalten.

Legende: Video Thomas Jordan: «Die Negativzinsen bleiben» abspielen. Laufzeit 04:15 Minuten.
Aus News-Clip vom 17.09.2015.

Laut Jordan bleibt die Wirtschaftslage in der Schweiz insbesondere wegen des deutlich überbewertenden Frankens schwierig. Allerdings sei man auf gutem Weg das Wachstumsziel von einem Prozent auf Ende Jahr zu erreichen.

Gegenüber der «Tagesschau» erklärte Jordan, dass auch der Franken wieder auf gutem Weg sei: «Die Negativzinsen machen das Halten von Franken weniger attraktiv und das hilft, dass er sich weiter abschwächt.»

Die Beruhigung in Europa sowie die Bereitschaft der Nationalbank am Devisenmarkt stabilisierend einzugreifen, würden ebenfalls dazu beitragen, den Wert des Frankens zu senken. Eine Prognose wie sich der Franken entwickeln wird, wollte Jordan jedoch nicht wagen.

«Kritik stört uns nicht»

Die Kritik nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses vom 15. Januar stört Jordan nicht. «Wir führen einen offenen Dialog und Kritik gehört dazu». Auch hinter dem Entscheid steht Jordan und die SNB weiterhin: «Es wäre schlimmer herausgekommen, wenn wir den Kopf in den Sand gesteckt und am nicht mehr nachhaltigen Mindestkurs festgehalten hätten.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Vogt (b.vogt)
    50 Milliarden Verluste auf die aufgeblähten Positionen in der SNB Bilanz sind ja nicht weiter schlimm, man kann ja schliesslich immer noch mehr Geld drucken um dies wieder auszugleichen, so die Logik der SNB. Dieses Geld wurde in ausländische Firmen investiert und ist jetzt weg weil man Euro und Dollar bei 1.20 gekauft hat. Rund um die Welt steigen die Bilanzen der Zentralbanken wegen des QE weiter an, weil die SNB nicht direkt darf, macht sie eben so mit und schiebt die Schuld auf den Franken.
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    1. Antwort von E. Wagne (E. Wagner)
      Und was mich am meisten stört und wütend macht, dass sie in Waffen investiert hat. Das geht doch nicht als eine Neutrale Schweiz. In ein paar Jahren werden wir dann verantwortlich dafür gemacht wie im Bergier Bericht.
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