Etihad und Alitalia sind sich definitiv einig

Die Verhandlungen zwischen Etihad und Alitalia waren lang und zäh. Doch nun sind die Weichen gestellt: Die Chefs der beiden Fluggesellschaften haben ihren Schulterschluss besiegelt.

Flugzeuge der Fluggesellschaft Alitalia.

Bildlegende: Bei der geretteten Alitalia sollen gut 2000 Stellen abgebaut werden. Keystone


Alitalia und Etihad werden handelseinig

2:46 min, aus Echo der Zeit vom 08.08.2014

Acht Monate dauerten die Gespräche über den Grosseinstieg von Etihad bei der angeschlagenen Alitalia. Ende Juni haben sie eine Etihad-Beteiligung in der Höhe von 49 Prozent bei der italienischen Alitalia verkündet. Jetzt sind die letzten Details geklärt. Dies verkündeten Alitalia-Chef Gabriele Del Torchio und Etihad-Chef James Hogan. Sie haben in Rom eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Geldspritzen für Alitalia

Zuvor hatten die neuen Partner sowie die Gewerkschaften die letzten Hürden für das Bündnis aus dem Weg geräumt. Bei Alitalia sollen gut 2000 der 13'000 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Für Etihad ist die Einigung ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem eigenen Airline-Bündnis nach dem Vorbild der Lufthansa. Im Mittelpunkt dieser Pläne stehen Partner Air Berlin. Etihad hält die deutsche Billig-Airline seit dem Einstieg 2011 mit Geldspritzen über Wasser.

Liebäugeln mit dem Langstreckennetz

Mit dem Einstieg der Fluggesellschaft aus dem Golf-Emirat Abu Dhabi hofft die hoch verschuldete Alitalia auf mehr Geld. Das braucht die italienische Fluggesellschaft dringend.

Alitalia will in das lukrative Langstreckennetz investieren und im Wettbewerb besser mitmischen. Die Fluggesellschaft, die bis 1996 zu 100 Prozent dem Staat gehörte, war in ihrer 67-jährigen Geschichte nur selten profitabel.