EU-Währungskommissar wechselt zur finnischen Notenbank

Nach zehn Jahren in der EU-Kommission und zwei Jahren als Wirtschaftsminister Finnlands wechselt Olli Rehn zur finnischen Notenbank. Und bringt sich in Stellung als nächster Zentralbankchef.

Oli Rehn vor EU-Flagge.

Bildlegende: Nach zwei Jahren als Wirtschaftsminister wechselt Olli Rehn zur finnischen Notenbank. Keystone/Archiv

Der frühere EU-Währungskommissar Olli Rehn wechselt zur finnischen Notenbank. Er soll ab Februar 2017 Mitglied der dreiköpfigen Führung der Zentralbank werden, wie das für die Personalie zuständige Gremium am Freitag mitteilte. Rehn könnte diese Position als Sprungbrett nutzen, um als Nachfolger für den 2018 aus dem Amt scheidenden Zentralbankchef Erkki Liikanen bereitzustehen.

Ruf als guter Vermittler

Rehn war 2014 nach zehn Jahren in der EU-Kommission zurückgetreten, um Wirtschaftsminister in Helsinki zu werden. Er gilt als guter Vermittler und hat in der regierenden Drei-Parteien-Koalition massgeblichen Anteil an der Durchsetzung einer Arbeitsmarktreform im Konsens mit den Gewerkschaften.

Zuvor war der 54-jährige als Wirtschafts- und Währungskommissar unter dem damaligen EU-Präsidenten Jose Manuel Barroso massgeblich an den Aufräumarbeiten nach der globalen Finanzkrise von 2007/08 beteiligt.