Euro-Blüten spriessen fleissig

Die Falschgeldzahlen in Europa steigen. Selbst vor dem neuen Fünfeuroschein machen Kriminelle nicht Halt. Währungshüter sehen trotzdem keinen Grund zur Sorge: Relativ gesehen ist die Zahl der Blüten weiterhin gering.

Ein falscher und ein echter 50-Euro-Schein unter einer Fluoreszenz-Leuchte.

Bildlegende: Ein echter und ein falscher Euro-Schein nebeneinander: Im ersten Halbjahr waren mehr Fälschungen im Umlauf. Keystone

317'000 gefälschte Euro-Banknoten wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres weltweit sichergestellt, wie die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt mitteilte. Das ist der höchste Wert in einem Halbjahr seit Ende 2010 (364'000). Die EZB und die deutsche Bundesbank betonten jedoch, es sei nach wie vor sehr unwahrscheinlich, einen falschen Geldschein untergejubelt zu bekommen.

In Deutschland entfielen im ersten Halbjahr rechnerisch rund fünf falsche Banknoten auf 10'000 Einwohner. Europaweit lag dieser Wert bei 19. Die Mehrzahl der Fälschungen wurde nach EZB-Angaben in Ländern des Eurogebiets entdeckt (98,5 Prozent). Vier von fünf gefälschten Scheinen waren ein 20er oder 50er.

Kriminelle richteten im ersten Halbjahr 2013 mit Falschgeld einen Gesamtschaden von 16 Mio. Euro an. Meist bleibt der Handel auf dem Schaden sitzen, wenn Verkäufer den Schwindel übersehen und der Betrug erst beim Einzahlen des Geldes bei der Bank auffällt. Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.