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Wirtschaft Export-Rekord für Schweizer Firmen

Der schwächelnden Weltwirtschaft zum Trotz: Schweizer Firmen haben mit dem Ausland gute Geschäfte gemacht. Im Oktober haben sie so viele Waren exportiert wie noch nie.

Pillen
Legende: Die Rekordmenge an Exporten kommt nicht zuletzt wegen Pharma-Firmen wie Roche oder Novartis zustande. Keystone

Die Wirtschaftskrise in einigen europäischen Ländern dauert weiter an, und auch die Weltwirtschaft kommt nicht so richtig in die Gänge. Das scheint die Schweizer Firmen nicht zu beeindrucken. Sie haben im Oktober so viele Waren ins Ausland verkauft wie noch nie zuvor. Die Exporte stiegen um 8,1 Prozent auf den Rekordwert von 19,8 Milliarden Franken, wie die eidgenössische Zollverwaltung mitteilte.

Ausfuhren nach Nordamerika sprunghaft angestiegen

Das starke Exportplus – um Preisveränderungen bereinigt beläuft es sich auf 5,3 Prozent – rührte davon her, dass die Firmen mehr Produkte in die USA und nach Kanada liefern konnten. Die Ausfuhren nach Nordamerika stiegen um fast einen Viertel. Auch die Lieferungen nach Asien stiegen an. Sie legten um 9 Prozent zu. Vor allem nach Katar, in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Saudi-Arabien wurde mehr exportiert.

Die Ausfuhren in den wichtigsten Absatzmarkt, Europa, nahmen um 5 Prozent zu. In das wichtigste Abnehmerland, Deutschland, wurden 11 Prozent mehr exportiert. Dagegen nahmen die Ausfuhren nach Afrika um 15 Prozent ab, jene nach Lateinamerika sanken um 6 Prozent.

Pharma legt am meisten zu

Nach Branchen aufgeschlüsselt nahmen die Exporte von Bijouterie und Juwelierwaren am stärksten zu. Sie stiegen um mehr als einen Drittel. In absoluten Zahlen ist jedoch die chemisch-pharmazeutische Industrie der bedeutendste Exportsektor. Deren Ausfuhren stiegen um beachtliche 8 Prozent.

Die Importe in die Schweiz nahmen derweil um 3,1 Prozent zu. Um Preisveränderungen bereinigt betrug das Importplus noch 0,2 Prozent. Damit resultierte unter dem Strich ein hoher Handelsbilanzüberschuss von 3,3 Milliarden Franken.

6 Kommentare

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  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    Die Exportindustrie darf weiter über mangelnde Fachkräfte jammern. Bei einem Ecopop-Ja würde der ganze Export plötzlich zusammenbrechen, heisst das Klagelied. Ich kenne es schon auswändig. Die Melodie schrieb Economiesuisse, Leadsänger ist ein Herr Schneider-Amman.
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    1. Antwort von thomas steiner, Zürich
      Was mit der damit verbundenen Kündigung der billateraken auch der fall wäre. Wieso sollen wird das erfolgsmodell schweiz riskieren???
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  • Kommentar von Sebastian Demlgruber, Neustadt
    Dieser Rekord ist nur möglich, weil ihn andere Staaten erlauben - und so zulassen, dass CH-Firmen dortigen Betrieben Konkurrenz machen, dort Arbeitsplätze gefährden, dort Werte abschöpfen und in die CH transferieren. Das gilt besonders für die EU: Von ihr ist die CH beim Handel zu 100% abhängig - als Bezugsquelle, als Absatzmarkt, als Transitgebiet Richtung Nordamerika und Asien. Ohne die EU geht für die CH nur noch der Binnenhandel. Ein Ecopop-JA wird diese Praxis beenden. Tschüs Exportrekord.
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    1. Antwort von Peter Escher, Varen / Wallis
      Sebastian Demlgruber, Neustadt / .. eine Meinung "über den Zaun".., - nun, hoffe auf ein JA... !!!
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  • Kommentar von F.Fischer, Basel
    Für was brauchen wir auf Kosten des Bürgers den Wechselkurs von 1.20 zum Euro? Für mehr Risiko in der SNB? Für was brauchen wir Wachstum? Für die 80000 Zuwanderer? Wer sind die grossen Gewinner dieses Wachstums? Die Manager mit jährlich 20-30% mehr Abhocke oder jene Arbeiter welche die Wertschöpfung generieren und 1-2% mehr Lohn erhalten? Wer nicht versteht für was Ecopop und die Gold Initiative ist gehört abgezockt weil er es verdient. Traut nicht der Politik welche dem Filz dient!
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    1. Antwort von Rene Schmid, Herisau
      Endlich mal einer mit Durchblick. Politik ist schon lange nicht mehr fürs Volk. Jemehr Lügen jemehr Politik.
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