Export-Rekord für Schweizer Firmen

Der schwächelnden Weltwirtschaft zum Trotz: Schweizer Firmen haben mit dem Ausland gute Geschäfte gemacht. Im Oktober haben sie so viele Waren exportiert wie noch nie.

Pillen

Bildlegende: Die Rekordmenge an Exporten kommt nicht zuletzt wegen Pharma-Firmen wie Roche oder Novartis zustande. Keystone

Die Wirtschaftskrise in einigen europäischen Ländern dauert weiter an, und auch die Weltwirtschaft kommt nicht so richtig in die Gänge. Das scheint die Schweizer Firmen nicht zu beeindrucken. Sie haben im Oktober so viele Waren ins Ausland verkauft wie noch nie zuvor. Die Exporte stiegen um 8,1 Prozent auf den Rekordwert von 19,8 Milliarden Franken, wie die eidgenössische Zollverwaltung mitteilte.


Monatsrekord für Schweizer Aussenhandel

0:34 min, aus SRF 4 News aktuell vom 20.11.2014

Ausfuhren nach Nordamerika sprunghaft angestiegen

Das starke Exportplus – um Preisveränderungen bereinigt beläuft es sich auf 5,3 Prozent – rührte davon her, dass die Firmen mehr Produkte in die USA und nach Kanada liefern konnten. Die Ausfuhren nach Nordamerika stiegen um fast einen Viertel. Auch die Lieferungen nach Asien stiegen an. Sie legten um 9 Prozent zu. Vor allem nach Katar, in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Saudi-Arabien wurde mehr exportiert.

Die Ausfuhren in den wichtigsten Absatzmarkt, Europa, nahmen um 5 Prozent zu. In das wichtigste Abnehmerland, Deutschland, wurden 11 Prozent mehr exportiert. Dagegen nahmen die Ausfuhren nach Afrika um 15 Prozent ab, jene nach Lateinamerika sanken um 6 Prozent.

Pharma legt am meisten zu

Nach Branchen aufgeschlüsselt nahmen die Exporte von Bijouterie und Juwelierwaren am stärksten zu. Sie stiegen um mehr als einen Drittel. In absoluten Zahlen ist jedoch die chemisch-pharmazeutische Industrie der bedeutendste Exportsektor. Deren Ausfuhren stiegen um beachtliche 8 Prozent.

Die Importe in die Schweiz nahmen derweil um 3,1 Prozent zu. Um Preisveränderungen bereinigt betrug das Importplus noch 0,2 Prozent. Damit resultierte unter dem Strich ein hoher Handelsbilanzüberschuss von 3,3 Milliarden Franken.

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