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Ein Signal an Trump ExxonMobil-Aktionäre machen Druck aufs Management

Legende: Audio Die Aktionäre fordern Stresstests abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
01:48 min, aus HeuteMorgen vom 01.06.2017.
  • Der Erdölkonzern ExxonMobil soll die Risiken des Klimawandels für das eigene Geschäft untersuchen. Das fordern die Aktionäre.
  • Das ist eine Niederlage für das Management des Konzerns. Dieses argumentiert, mögliche politische Vorgaben seien bereits eingeplant.
  • Es ist dies auch ein Signal am Tag, an dem US-Präsident Trump bekannt geben will, ob die USA das Pariser Klimaabkommen kündigen oder nicht.

Mit über 250 Milliarden Dollar Umsatz gehört ExxonMobil zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Nun will die Mehrheit der Aktionäre wissen, wie der globale Kampf gegen den Klimawandel den Wert des Erdölkonzerns verändern könnte.

Konkret fordern die Investoren jährliche Stresstests, die zeigen, wie sich eine stärkere Verbreitung von Elektroautos auf das Geschäft des Ölkonzerns auswirken würde.

Aktionäre haben die Meinung geändert

Die Aufforderung der Investoren ist eine Ohrfeige für das ExxonMobil-Management. Dieses hat solche Bemühungen bisher abgelehnt. Diese Haltung wurde mehrheitlich auch von den Aktionären gestützt: Noch vor einem Jahr wollte nur eine Minderheit der Aktionäre, dass ExxonMobil seine Klimarisiken offen legt.

Die neue Initiative ist nicht verpflichtend, doch kommt das Management des Ölkonzerns nicht darum herum, sich nun damit zu beschäftigen.

Ein Umdenken ist im Gang

ExxonMobil ist seit einigen Jahren daran, seine Haltung zum Klimaschutz zu revidieren. Früher stellte der Energiegigant die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum menschengemachten Klimawandel in Frage. Heute gehört der Konzern zu den vielen US-Unternehmen, die für den Verbleib der Vereinigten Staaten im Pariser Abkommen plädieren. Auch Aussenminister Rex Tillerson, der den Konzern während mehr als zehn Jahren leitete, setzt sich innerhalb der Regierung dafür ein, dass die USA dem Klimavertrag treu bleiben. (sda)

Investoren befürchten Rendite-Einbussen

Die Aktionäre von ExxonMobil folgen damit denjenigen von anderen grossen Ölkonzernen in den USA und weltweit. Immer mehr grosse Investoren sehen im Klimawandel ein finanzielles Risiko, dass genauer analysiert werden muss.

Sie sind offenbar überzeugt, dass die Staatengemeinschaft entschieden gegen den CO2-Ausstoss vorgehen wird – und zwar unabhängig davon, ob die USA unter Präsident Donald Trump zum Pariser Klimaabkommen stehen oder nicht.

Laut seinem neusten Tweet will US-Präsident Donald Trump heute Abend seinen Entscheid in dieser Sache bekannt geben.

Trump will heute entscheiden

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    Gibt eine gute Doku von Arte dazu, ist auf You Tube zu finden: "Abgefackelt". Unglaublich wie da die Luft verpestet wird mir dem abfackeln der Gase bei der Ölgewinnung. Für Dürrekatastrophen ist das Abholzen die Ursache. Gibt ausgezeichnete Lösungsmöglichkeiten die immer noch zu wenig beachtet werden, im Tagi: "Der Waldmacher".
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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Die Menschen sollten den sehr guten Dok Film (Die Erde von oben) ansehen. Er lief gestern im ORF 1. Ein Film der die Fehler der Menschen rigoros aufzeichnet. Wir sind wirklich nahe daran unsere Erde total zu vernichten und uns selber. Wassermangel wird das grösste Problem auf Erden werden, sowie die vernichtung der Wälder. Wir sollten hier nicht den gleichen Fehler machen.
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  • Kommentar von Klaus Kreuter (Klaus Kreuter)
    Längst haben die Grosskonzerne die Chancen erkannt und handeln entsprechend. Wenn das erste CleanCoal Kraftwerk ans Netz geht wird auch Donald Trump umsteuern. Bis jetzt sieht er nur auf einem Auge. Den Ungebildeten im Rust Belt etwas vorzugaukeln ist die eine Seite, die Wirklichkeit sieht anders aus.
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