Facebook: Umsatzsprung und Sorgen mit Jüngeren

Die stetig wachsenden Werbeeinnahmen von Smartphones und Tablet-Computern füllen bei Facebook die Kassen. Im dritten Quartal kam bereits jeder zweite Werbedollar über mobile Geräte herein, was für einen satten Gewinn sorgte. Doch der Finanzchef trübte die Stimmung.

Facebook-Hauptquartier in Menlo Park (CA).

Bildlegende: Das Geschäft bei Facebook boomt. Doch verliert das Netzwerk bei jüngeren Nutzern an Attraktivität? Keystone

Durch die schiere Masse an Werbung im Nachrichtenstrom der Nutzer ist der Umsatz von Facebook im dritten Quartal um 60 Prozent auf 2,0 Milliarden Dollar gestiegen. Statt eines Verlusts von 59 Millionen Dollar wie im Vorjahreszeitraum fuhr das Online-Netzwerk nun 425 Millionen Dollar Gewinn ein.

Besonders zulegen konnte die mobile Nutzung. Hier würden nun fast 50 Prozent des Umsatzes generiert, teilte Facebook mit.

Finanzchef als Partykiller

Doch schürte das mobile Netzwerk auch Sorgen: So stellte Finanzchef David Ebersman am Mittwoch an einer Telefonkonferenz mit Analysten zwar fest, dass die Nutzung durch US-Teenager insgesamt stabil geblieben sei. Allerdings habe man einen Rückgang der täglich aktiven Nutzer beobachtet, besonders unter den jüngeren Jugendlichen. Ausserdem sagte Ebersman, der Konzern habe nicht vor, mehr Werbung zu schalten.

Börse ungnädig

Hatten die Geschäftszahlen die Aktie nachbörslich um bis zu 16 Prozent in die Höhe getrieben, ging es nach den Äusserungen Ebersmans bergab – bis leicht ins Minus. Auch die Aussagen zu gesunkenen Preisen für Werbeanzeigen dürften den Börsianern nicht geschmeckt haben.