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Wirtschaft Falsche Abgas-Werte: Auch Seat-Autos wurden manipuliert

Der Abgas-Skandal weitet sich aus: Auch 700'000 Fahrzeuge von Seat sind betroffen. Um welche Fahrzeuge es sich handelt, teilte der Konzern nicht mit.

Neue Seat-Autos auf einem Parkplatz
Legende: Bei insgesamt rund elf Millionen Fahrzeugen wurde die Software für Stickoxid-Werte im Testbetrieb manipuliert. Reuters

Vom Abgas-Skandal bei Volkswagen sind auch etwa 700'000 Fahrzeuge von Seat betroffen. Diese Zahl nannte ein Sprecher der spanischen Konzerntochter. Welche Modelle genau betroffen sind, sagte er nicht. Am Montag war bekannt geworden, dass 2,1 Millionen Audis und 1,2 Millionen Skodas mit der Software zum Manipulieren der Abgaswerte ausgerüstet sind.

Insgesamt betrifft der Skandal konzernweit laut Volkswagen etwa elf Millionen Fahrzeuge. Darunter sind nach Volkswagen-Angaben 1,8 Millionen leichte Nutzfahrzeuge. Dazu zählen etwa die Modelle Caddy und Transporter.

Die in den Autos verwendete Software kann dafür sorgen, dass im Testbetrieb deutlich weniger gesundheitsschädliche Stickoxide gemessen werden als im regulären Betrieb. In der Schweiz sind knapp 130'000 Fahrzeuge mit der Betrugs-Software immatrikuliert.

Toyota und Co . müssen Ergebnisse offenlegen

Auch in Japan reagiert die Regierung auf die Bekanntgabe der Manipulationen. Sie nimmt die japanischen Autohersteller in die Pflicht. So sollen Toyota, Nissan, Mazda und Mitsubishi offenlegen, ob ihre Diesel-Fahrzeuge sich an die nationalen Emissions-Vorgaben hielten. Das kündigte das japanische Verkehrsministerium an.

Neben japanischen Autobauern sollen auch die Importeure europäischer Marken bis Freitag berichten, ob auch ihre Autos mit der umstrittenen Software ausgestattet sind. «Wir sammeln Informationen, um zu verstehen, was passiert ist», sagte ein Ministeriums-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Danach werde sich zeigen, ob das derzeitige Kontrollsystem ausreiche.

Die Marken von Volkswagen

Zum Volkswagen-Konzern gehören insgesamt zwölf verschiedene Marken. Auch Nutzfahrzeuge und Motorräder stellt der Autoriese her:

  • VW
  • Audi
  • Seat
  • Skoda
  • Bentley
  • Bugatti
  • Lamborghini
  • Porsche
  • Ducati (Motorräder)
  • VW Nutzfahrzeuge
  • Scania (Lastwagen, Busse)
  • MAN (Lastwagen, Busse)

10 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler (parteilos!!)
    Die Aufregung ist riesig! Doch statt hier die Konzerne alleinig an den Pranger zu stellen, möchte ich hier folgendes in die Runde werfen: Wo waren all die TÜV's, die staatlichen Kontrollorgane, die Gesetzgeber? Sie verstecken sich nun alle hinter diesem Skandal. Doch sind all die staatlichen Prüforganisationen nicht auch etwas zweifelhaft unterwegs? Wer Gesetze erlässt, soll diese Bitteschön auch durchsetzen & nicht den Heiligenschein aufsetzen! Das ist doch etwas einfach oder?
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    1. Antwort von M. Roe (M. Roe)
      Bächler: Genau, alle führenden Politiker die Kontrollen verhindert haben (die sind namentlich bekannt) sollen mit ihren ganzen Vermögen für diese Misere haften. Es gibt genügend Bürger, die gerne eine offene, transparente und gerechte Politik vertreten könnten und möchten. Diese fähigen Leute werden heute möglichst heruntergemacht + verhöhnt, + es wird mit aller Gewalt verhindert, dass sie in die Politik einsteigen können. Zum Teil ist es denen sogar zu blöd, gegen die heutige Elite zu kämpfen.
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    2. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Wozu machen wir denn eigentlich eigene Gesetze in Europa? Spätestens mit der breiten Einführung der diversen Freihandels- und Dienstleistungsabkommen werden wir automatisch, peu-à-peu US-amerikanische Gesetze und Standards übernehmen.
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  • Kommentar von c jaschko (politically correct player)
    Im Jahre 2015 und immer noch nichts gelernt :-) Alles Banditen halt im Kapitalismus :-) Profite , Geld, Umsatzeinnahmen , Produktionssteigerung , Exploitation des Marktes was für eine nimmer zufrieden zu stellende Spirale :-)
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    1. Antwort von M. Roe (M. Roe)
      Jaschko: Das ist nicht der Kapitalismus an + für sich, sondern die Gier der Wirtschaft. Das Wirtschaftswachstum wird jeden Tag von praktisch allen Politikern auf der Welt gewünscht + gefördert. Die EU ist ein Prachtsbeispiel, sie lässt Wirtschaft wachsen +Menschen verarmen. Es sollte endlich wieder Gerechtigkeit in der Welt eingeführt werden, nicht gleiche Chancen. Jetzt müssen auch alle Politiker die diese Entwicklung mit zu verantworten haben Bussen bezahlen, und zwar bis zur Armutsgrenze!
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Die TV Sendung mit Günther Jauch, zeigte offiziell, dass alle getrickst hatten. Für die etwas Intelligenteren war es schon lange klar, denn sonst würden die Werte nicht so nah beieinander liegen.Der Verantworliche der Organisation, welche die VW-Trickserei veröffentlicht hat, sagte ganz klar, dass alle getrickst hatten, +dass die einen in den USA bereits bezahlt hätten. Z:B: BMW hält in den USA die Werte ein, aber trickst in Europa. Warum? ganz einfach, da es keine Kontrollen gibt in Europa!
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