Finma sieht keinen Handlungsbedarf wegen Zypern

Die Wellen der Zypern-Krise erreichen die Schweiz: Ein Teil der im Inselstaat angelegten Gelder wird Schweizer Banken zufliessen, mutmasst die Finma. Dabei dürfte es sich nicht ausschliesslich um Weissgeld handeln. Trotzdem ergreift die Aufsichtsbehörde keine Massnahmen.

Video «Zypern auch Thema bei Finma» abspielen

Zypern auch Thema bei Finma

0:51 min, aus Tagesschau am Mittag vom 26.3.2013

Zwar hatte die Finma wegen der Wirtschaftskrise alle Hände voll zu tun. Wegen Zypern ergreift die Schweizer Finanzmarktaufsicht vorerst aber keine speziellen Massnahmen.

Banken müssen sich an Sorgfaltspflicht halten

Dies sagte Finma-Direktor Patrick Raaflaub an der Jahresmedienkonferenz in Bern. Zwar erwarte man, dass ein Teil der in Zypern angelegten Mittel in Richtung Schweiz fliessen werden. Pikant: Die Schweizer Banken gehen davon aus, dass es sich dabei nicht ausschliesslich um Weissgeld handeln wird, wie die Nachrichtenagentur sda schreibt. Für die Finma ergibt sich aber kein besonderer Handlungsbedarf.

«Es ist eine generelle Erwartung, dass sämtliche Neugeldzuflüsse genau überprüft werden», sagte Raaflaub. Die Sorgfaltspflichten müssten stets eingehalten werden – schliesslich hätten sich die Banken einer Weissgeldstrategie verschrieben.

Viel Arbeit für die Finma

Die Finma war letztes Jahr damit beschäftigt, die einheimische Finanzbranche durch stürmische Zeiten zu begleiten. Schwerpunkte waren der Hypothekarmarkt, die Insolvenzmassnahmen für Grossbanken, die Risiken der Lebensversicherer oder das grenzüberschreitende Geschäft mit Finanzdienstleistungen. mehr