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Für Sportler – und Sponsoren Die Anziehungskraft der olympischen Ringe

Legende: Audio Bis in die letzte Nische der Welt hineinkommen abspielen. Laufzeit 1:53 Minuten.
1:53 min, aus HeuteMorgen vom 02.02.2018.
  • Ab nächstem Freitag geht die Jagd auf die Medaillen wieder los: Die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang beginnen.
  • Auch die Firmen werden mitfiebern, die hunderte von Millionen Franken ins Sponsoring der Spiele investiert haben.
  • Die fünf olympischen Ringe haben nicht nur für Sportler, sondern auch auf Sponsoren eine magische Wirkung.

Das Firmenlogo mit den fünf farbigen Ringen schmücken – das sei das Höchste der Gefühle, sagt Marketingexperte Hans-Willy Brockes. «Das ist die Marke, die weltweit die höchste Bedeutung hat, wenn es darum geht, Kommunikation zu betreiben.»

Trotz fehlender Sichtbarkeit attraktiv

Anders als beim Fussball zum Beispiel – der in gewissen Ländern wie den USA weniger Aufmerksamkeit geniesst – erreiche man mit den olympischen Ringen als Werbeplattform die ganze Welt. «Der grosse Vorteil ist derjenige, dass man wirklich bis in die letzte Nische dieser Welt hineinkommt», sagt Brockes.

Dies obwohl das Olympia-Sponsoring speziellen Regeln folgt. Egal ob bei den Skirennfahrerinnen, die sich den Hang runter stürzen, den Snowboardern in der Halfpipe oder den Eiskunstläufern im Stadion: Am Bildschirm sieht man kaum Firmenlogos, sondern nur die Sportler und die Ringe. Das bedeutet, «dass man nämlich während der Spiele beim Live-Bild quasi keine Sponsoren im Bild hat. Die Ausnahme bildet ja das Schweizer Unternehmen, das bei den Zeitnahmen sichtbar sein kann, aber ansonsten gibt es keine Werbebanden oder Ähnliches», sagt er.

Das Image zählt

Also nicht so wie bei einer Fussball-WM, bei der an den Banden konstant die Sponsoren angezeigt werden. Trotzdem: Bei den Grosskonzernen ist das Olympia-Sponsoring begehrt. Brockes erklärt: «Damit wollen sie auch zeigen, dass sie etwas Etabliertes sind. Ebenso wie die Ringe, mit denen sie zusammenarbeiten.»

Es geht um das Image – in der TV-Werbung, auf Plakaten oder im Internet als Partner der Spiele aufzutreten, sei attraktiv. Insbesondere für US-Konzerne, beobachtet der Chef des ESB-Marketing-Netzwerks, Brockes.

Von den 13 Hauptsponsoren, die während den Spielen in Pyeongchang mit den fünf farbigen Ringen werben dürfen, kommen sechs aus den USA, fünf aus Asien und lediglich zwei aus Europa.

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