Aufspaltung Galenica Santé geht an die Börse

Der Konzern wird sich im zweiten Quartal aufspalten. Der grössere Teil, das Apothekengeschäft, geht dann an die Börse.

Viele Tabletten in der Produktion.

Bildlegende: Das Unternehmen will bereits im zweiten Quartal 2017 an die Börse. Galenica

  • Die Berner Gesundheitskonzern Galenica geht es gut. Der Umsatz ist im letzten Jahr um fast neun Prozent gestiegen.
  • Nun will sich das Unternehmen aufteilen. Das Ziel: Zwei unabhängige Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäften und unterschiedlichen Namen werden geschaffen.
  • Die Aufspaltung in einen Pharmateil (Galenica Santé) und in einen Logistik- und Apothekenteil (Vifor Pharmagruppe) soll im zweiten Quartal erfolgen.
  • Galenica Santé, der grössere Teil der Gruppe, kommt dann im zweiten Quartal an die Börse.

In Galenica Santé enthalten sind der Medikamentenhandel, sowie die Apotheken, welche das grösste Apothekennetzwerk der Schweiz bilden. So gehören zum Beispiel die Verkaufsketten Amavita und Sunstore zu Galenica.

Mit dem Erlös aus dem Börsengang will Galenica die 1,53 Milliarden Dollar schwere Übernahme des US-Biotechfirma Relypsa vollständig oder teilweise refinanzieren. Durch die Übernahme, die Anfang September 2016 abgeschlossen wurde, verstärkte Galenica sein Pharmageschäft nachhaltig.

Übernahme drückt auf den Gewinn

Die Relypsa-Übernahme hat allerdings tiefe Bremsspuren im Jahresabschluss 2016 hinterlassen. Sie belastete den Konzerngewinn mit 91,6 Millionen Franken und liess ihn im Vorjahresvergleich um fast 13 Prozent auf 324 Millionen Franken sinken. Ohne Sonderbelastung wäre der Gruppengewinn allerdings um 14 Prozent angestiegen.

Wie bereits Mitte Januar mitgeteilt, wuchs der Gruppenumsatz im vergangenen Geschäftsjahr um fast 9 Prozent auf 4,12 Milliarden Franken. Davon realisierten Galenica Santé gut 3 Milliarden Franken und Vifor Pharma 1,17 Milliarden Franken.