Zum Inhalt springen
Inhalt

Wirtschaft Geldflut beflügelt Wall Street: Dow Jones steigt auf Rekordhoch

Haushaltskrise in den USA? Die Anleger scheint das nicht weiter zu stören: Der amerikanische Leitindex Dow Jones schliesst auf einem Allzeithoch.

Legende: Video Dow Jones erreicht Rekordhoch abspielen. Laufzeit 03:09 Minuten.
Aus 10vor10 vom 05.03.2013.

Der weltweit bekannteste Aktienindex, der Dow Jones, schliesst mit 14'253 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf an der New Yorker-Börse ein neues Allzeithoch markiert hatte.

Der breiter gefasste S&P-500 verbesserte sich um 1,0 Prozent auf 1539 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,3 Prozent auf 3224Punkte.

Bereits kurz nach Handelsbeginn knackte der Dow die bisherige Bestmarke von 14'198,10 Punkten, die er am 11. Oktober 2007 erreicht hatte. Auch andere Indizes wie der S&P 500 oder der Nasdaq Composite zogen deutlich an.

Als Grund für die aktuell freundliche Stimmung an der Wall Street nannten Börsianer die Hoffnung auf eine Fortsetzung der sehr lockeren Geldpolitik in den USA. Die stellvertretende Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen, hatte am Montag eine unveränderte Fortsetzung des Anleihekaufprogramms zur Stützung der Wirtschaft signalisiert.

Zusätzlichen Schub gaben im Handelsverlauf überraschend gute Konjunkturdaten: Die Stimmung der Dienstleister in den USA hatte sich unerwartet aufgehellt.

Unbeirrt von Haushaltskrise

Das Scheitern der Etatverhandlungen zwischen US-Präsident Barack Obama und den Republikanern indes scheint die Anleger nicht zu schrecken.

So dürfte sich zwar das Wachstum der US-Wirtschaft angesichts der nun anstehenden Einschnitte nach dem Rasenmäherprinzip in Höhe von 85 Milliarden Dollar verlangsamen, sagte ein Analyst vom Broker ETX Capital.

Ein Abgleiten in die Rezession aber sei nicht zu befürchten, da die jährliche Wirtschaftsleistung der USA bei rund 15 Billionen US-Dollar liege. Im Vergleich zu dieser Summe erschienen die Budgetkürzungen verkraftbar.

Börsen weltweit unter Dampf

Der Dax baut seine Gewinne ebenfalls aus. Der deutsche Leitindex stieg auf den höchsten Stand seit Anfang 2008. Er schloss mit  plus 2,32 Prozent bei 7870,31 Punkten.

Auch die Schweizer Börse hat nach einem festen Verlauf gegen Schluss im Fahrwasser der Wall Street die Gewinne ausgebaut. Das Schweizer Leitbarometer SMI schloss um 1,69 Prozent höher auf 7'718,46 Punkten.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Roland Burkhardt, DK-9560 Hadsund
    Wenn man bedenkt, dass die Wirtschaft weltweit krieselt, dass immer mehr Menschen immer weniger Geld zur Verfügung haben, dass die Güterproduktion, mit wenigen Ausnahmen, überall zurückgefahren wird, dann wird ersichtlich, dass jetzt der Finanzballon infolge der riesigen, billigen Geldmenge inflationär aufgepumpt wird. Man muss schon unbelehrbar optimistisch sein, wenn man diese Entwicklung als Aufwärtstrend bezeichnen will.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Koni Halebart, 3000 Langenlauf
      Wenn das korrupte, auf Wachstum basierende Wirtschaft- und Finanzsystem wächst, dann ist das ein Zeichen dafür, dass die die das Geld haben, raschmöglichst noch rausholen was zu holen ist. Denen wird das Geld regelrecht zugepumpt, während 98% der Menschen Weltweit mit den Konsequenzen leben müssen. Wann endlich stehen diese 98% von über 7 Milliarden auf und kiippen das System? Muss wirklich erst der Kollaps kommen?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen