Gewinn bei Sulzer bricht ein

Der Industriekonzern Sulzer hat im ersten Halbjahr knapp ein Viertel weniger Gewinn erwirtschaftet. Grund sind unter anderem Restrukturierungen.

Beim Industriekonzern Sulzer haben nicht ausgelastete Produktionskapazitäten, Kosten für Restrukturierungen sowie Aufwendungen für die Computersysteme zu einer sinkenden Rentabilität geführt. Dank neuer Bestellungen bleiben die Auftragsbücher aber gefüllt.

Metco könnte verkauft werden

Der Umsatz in der ersten Jahreshälfte sank um 1,9 Prozent auf 1,9 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn sank um 23,3 Prozent auf 148,2 Millionen Franken, der Reingewinn in ähnlich hohem Ausmass auf 99,5 Millionen.

Sulzer hat nach eigenen Angaben in Regionen und Bereichen, in denen die Geschäfte anhaltend schwächeln, gezielte Massnahmen zur Reduzierung der Kosten eingeleitet. Zudem will sich der Konzern mit Sitz in Winterthur künftig auf die Schlüsselmärkte Öl, Gas, Energie sowie Wasser konzentrieren.

Die Division Sulzer Metco könnte verkauft werden, und der Verkaufserlös für Zukäufe von Geschäften in den Schlüsselmärkten verwendet werden. Die Kunden von Metco sind in der Automobil- und Flugzeugindustrie tätig.

Börse reagiert sofort

Auf die Halbjahreszahlen folgte bei Sulzer eine Gewinnwarnung. Die Börse reagierte sofort – die Aktien büssten zu Handelsbeginn 11 Prozent ein. ZKB und Bank Notenstein sprechen von einem «enttäuschenden» Halbjahresergebnis.