Gewinne frisiert: Toshiba-Manager nehmen den Hut

Der japanische Technologiekonzern Toshiba haben offenbar über Jahre hinweg die Gewinnzahlen gefälscht. Da die Top-Manager davon gewusst haben – oder gar involviert waren – traten sie jetzt zurück.

Toshiba-Logo an einem Laden.

Bildlegende: Insgesamt hat Toshiba seit 2008 1,2 Milliarden Franken Gewinn zu viel ausgewiesen. Keystone

Der Bilanzskandal beim japanischen Technologiekonzern Toshiba sorgt für ein Beben im Top-Management. Toshiba-Chef Hisao Tanaka tritt zurück. Er hatte von den über Jahren falschen Zahlen in den Büchern Kenntnis gehabt.

Auch Tanakas Vorgänger und Vize-Verwaltungspräsident Norio Sasaki sowie Berater Atsutoshi Nishida würden ihren Hut nehmen. Sie haben nach Angaben von Toshiba ebenfalls eine Rolle bei den Zahlenmanipulationen gespielt.

Ersetzt wird Tanaka durch Verwaltungsratspräsident Masashi Muromachi. Der Konzern, der vor allem für seine Laptops bekannt ist, denkt zudem darüber nach, mehr als die Hälfte des Direktoriums mit externen Managern zu besetzen.

Der grösste japanische Bilanzskandal seit Jahren kam im April ans Licht. Eine Prüfung durch externe Gutachter ergab, dass Toshiba mit Wissen der Firmenspitze systematisch zu hohe Gewinne angegeben und dabei vorsätzlich gehandelt hat. Es geht um eine Summe von umgerechnet knapp 1,2 Milliarden Franken.