Gewinntaucher bei ABB

Der Technologiekonzern ABB wird von anhaltenden Verlusten bei Grossprojekten in der Wind- und Solarenergie belastet. Der Gewinn fällt deshalb tiefer aus als Erwartet. Erfreulich fiel der Auftragseingang aus.

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Gewinntaucher bei ABB

1:03 min, aus Tagesschau am Mittag vom 23.7.2014

Der Reingewinn von ABB ist im zweiten Quartal um 17 Prozent auf 636 Millionen Dollar gefallen. Die Marge sei hauptsächlich wegen der Herausforderungen in der Division Energietechniksysteme gesunken, teilte ABB mit. Der Konzernumsatz stagnierte auf 10,2 Milliarden Dollar.

Während der Umsatz im Rahmen der Erwartungen lag und der Reingewinn enttäuschte, überraschte der Auftragseingang positiv. Die Bestellungen kletterten gegenüber dem Vorjahresquartal um 14 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt nur mit neuen Aufträgen mit einem Volumen von rund 9,8 Milliarden Dollar gerechnet.

«Im Oktober letzten Jahres haben wir angekündigt, dass wir organisches Wachstum durch Marktdurchdringung, Innovation und Expansion vorantreiben wollen. Jetzt liefern wir Ergebnisse», wird ABB-Chef Ulrich Spiesshofer im Communiqué zitiert.

Anstieg der Grossaufträge

In den beiden grössten Märkten USA und China habe ABB im zweiten Quartal vielversprechendes Wachstum verzeichnet. Bei Grossaufträgen konnte ABB um über 70 Prozent zulegen.

Für das gesamt erste Halbjahr resultierte ein Gewinnrückgang um ebenfalls 17 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar. Der Umsatz liegt mit 19,7 Milliarden Dollar um 1 Prozent tiefer als im Vorjahressemester.

Wie bereits bekannt sei, werde die Division Energietechniksysteme das Konzernergebnis wahrscheinlich aber auch in den kommenden Quartalen belasten. Spiesshofer will am Investorentag vom 9. September die neue Unternehmensstrategie und neue Finanzziele bekannt geben.