Givaudan übertrifft Erwartungen der Analysten

Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan legt kräftig bei Gewinn und Umsatz zu. Grund dafür sind Preiserhöhungen und grössere Volumina. Das Genfer Unternehmen will den positiven Trend fortführen und weiter «organisch» wachsen.

Givaudan blickt zufrieden auf sein Geschäftsjahr 2012 zurück. Sowohl Umsatz als auch Gewinn konnten gesteigert werden. Der Umsatz stieg um 8,7 Prozent auf 4,26 Milliarden Franken, der Reingewinn um 63 Prozent auf 411 Millionen.

Givaudan hatte im Oktober 2012 eine anderthalb Jahre zuvor ausgerufene Initiative für höhere Verkaufspreise erfolgreich abgeschlossen. Die Umsatzzunahme in den ersten neun Monaten 2012 stammte daher rund je hälftig aus Volumenwachstum und Preiserhöhungen. Givaudans wachsender Fokus auf die Schwellenmärkte dürfte das Wachstum gestützt haben.

Organisch wachsen, Cashflow steigern

Mit diesen Zahlen hat Givaudan die Schätzungen der Analysten leicht übertroffen. Erwartet worden war ein Umsatz von 4,22 Milliarden und ein Reingewinn von 386 Millionen. Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung die Ausschüttung einer Bardividende von 36,00 Franken je Aktie vorschlagen.

Ferner bekräftigt Givaudan die Mittelfristziele. Demnach streben die Genfer jährlich ein organisches Wachstum von 4,5 bis 5,5 Prozent. Die EBITDA-Marge soll dauerhaft auf einem «branchenführenden» Niveau liegen. Ausserdem soll der freie Cashflow bis 2015 auf 14–16 Prozent des Umsatzes gesteigert werden.

«Nase von Givaudan»

«Nase von Givaudan»

Wie findet das Unternehmen neue Düfte? Das Wirtschaftsmagazin «ECO» hat den Forscher Roman Kaiser bei seiner Arbeit für den Aroma-Hersteller begleitet.

Bericht vom 13.12.2010