GM muss eine halbe Million Autos zurückrufen

Die Pannenserie bei der Opel-Mutter General Motors reisst nicht ab. Der grösste US-Autobauer ruft zusätzlich über 500'000 Sportwagen in die Werkstatt zurück.

Wegen Zündschloss-Probleme hat General Motors 512'000 Chevrolet Camaro zurückgerufen. Betroffen seien die Baureihen von 2010 bis 2014. Es bestehe die Gefahr, dass der Fahrer mit seinem Knie gegen den Schlüssel stosse und damit die Zündung ausschalte. Dadurch werde auch ein Auslösen des Airbags verhindert.

Drei Unfälle ausgelöst

Im Zusammenhang mit dem Problem habe es drei Unfälle mit vier Leichtverletzten gegeben. Bereits im Februar hatte GM wegen fehlerhafter Zündschlösser rund 2,6 Millionen zurückgerufen.

Ein rotes Sportwagen der Marke Chevrolet von vorne.

Bildlegende: Er sieht schnittig aus, hat aber Probleme mit dem Zündschloss: der Chevrolet Camaro. Reuters

Besondere Brisanz erhielt die Affäre, weil die Probleme im Konzern schon seit Jahren bekannt waren. Nach Angaben des Konzerns soll der Defekt zu 13 Todesfällen geführt haben. Verbraucherschützer sprechen seit Monaten von bis zu 300 Todesopfern in Folge des Zündschloss-Fehlers, bei dem sich Motor und elektrische Systeme wie Airbags auch bei hohem Tempo unvermittelt abschalteten.

Mehrere US-Behörden ermitteln gegen den Autobauer. GM-Chefin Mary Barra ist seit ihrem Amtsantritt im Januar vor allem damit beschäftigt, die Pannenserie aufzuklären, sich für Fehler zu entschuldigen und GM zur Bewältigung der Krise neu aufzustellen.

Seit Jahresbeginn beorderte GM nach eigenen Angaben weltweit mehr als 16 Millionen Fahrzeuge wegen diverser Mängel in die Werkstätten zurück.