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Wirtschaft Grossbank HSBC zahlt Rekordstrafe in USA

Im Zusammenhang mit Geldwäschereivorwürfen hat sich die britische Grossbank HSBC mit dem US-Justizministerium geeinigt. Die Bank zahlt fast zwei Milliarden Dollar Strafe.

Mit Zahlung einer Rekordstrafe von 1,9 Milliarden Dollar kann die britische Grossbank HSBC offenbar einen Geldwäscheskandal in den USA beilegen. Die grösste Bank Europas bezahlt damit mehr als drei Mal so viel wie die Credit Suisse (CS) in einem ähnlichen Fall vor drei Jahren.

Wie ein Behördenvertreter am Montagabend mitteilte, einigte sich die HSBC mit US-Behörden auf eine Aussetzung der Strafverfolgung und räumt so in gewissen Punkten Fehlverhalten ein.

«Wir akzeptieren unsere Verantwortung für unsere Fehler in der Vergangenheit», sagte Unternehmenschef Stuart Gulliver.

Geldwäsche für Drogenkartelle

Die USA hatten der Bank vorgeworfen, über Jahre Geldwäsche unterstützt zu haben. Aus Ländern wie Mexiko, Iran und Saudi-Arabien sollen HSBC-Filialen Milliarden in die USA transferiert und Drogenhändlern sowie Finanzierern des Terrorismus in die Hände gespielt haben.

HSBC hatte im Sommer schwere Fehler eingeräumt und auch personelle Konsequenzen gezogen. So musste der Chefaufseher über die Unternehmenskultur («Head of Compliance»), David Bagley, zurück treten.

HSBC nicht die einzige britische Bank

HSBC ist nicht die einzige britische Bank, die wegen ihrer Geschäftspraktiken ins Visier der US-Behörden geraten ist. Wie am Montag bekannt wurde, muss Standard Chartered wegen unerlaubter Geschäften mit dem Iran weitere 327 Millionen Dollar Strafe zahlen.

Bereits im Sommer hatte sich Standard Chartered mit der New Yorker Finanzaufsicht auf die Zahlung von 340 Millionen Dollar wegen Sanktionsverstössen geeinigt.

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