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Grossbank unter Verdacht Chavez-Schmiergelder sollen bei Credit Suisse geparkt worden sein

  • Schmiergelder aus dem Umfeld des verstorbenen venezolanischen Machthabers Hugo Chávez sollen auf Konten von Schweizer Banken – darunter auch der Credit Suisse – gelandet sein. Dies berichtet der «Tages-Anzeiger» mit Verweis auf Unterlagen der US-Justiz.
  • Die Gelder sollen über einen Schweizer Vermögensverwalter auf den Konten deponiert worden sein.
  • Laut dem Zeitungsbericht sollen der frühere Vize-Energieminister sowie weitere Spitzenbeamte 2011 mindestens neun Konten in der Schweiz eröffnet haben – darunter mehrere bei der Schweizer Grossbank Credit Suisse.
  • Auf diese Konten sollen bis 2013 insgesamt 27 Millionen US-Dollar verschoben worden sein.

Bei der Finanzmarktaufsicht Finma verwies ein Sprecher darauf, dass die Behörde bereits seit einiger Zeit Abklärungen «bei mehreren Schweizer Banken» auch im Zusammenhang mit der staatlichen venezolanischen Erdölgesellschaft PDVSA führt.

Die Finma kläre im Rahmen der Aufsichtstätigkeit bei mehreren Banken ab, ob und inwiefern diese involviert seien und sie die Bestimmungen des schweizerischen Aufsichtsrechts – insbesondere die Geldwäschereibestimmungen – umsetzten, erklärte der Finma-Sprecher.

Die Behörde führe zudem bereits «verschiedene Enforcementverfahren», um konkreten Hinweisen auf Verstösse gegen die Geldwäschereibestimmungen mit Südamerika-Bezug nachzugehen: «In einigen dieser Fälle wird dabei auch das Verhalten im Zusammenhang mit PDVSA abgeklärt.» Zu Details und Namen äussert sich die Behörde nicht.

Credit Suisse spricht von strengen Kontrollmechanismen

Bei der Credit Suisse erklärte ein Sprecher, dass dieBank «über strenge interne Kontrollmechanismen zur Abwehr von Finanzkriminalität» verfüge und sich «an alle geltenden Gesetze und Vorschriften» in den Ländern halte, in denen sie tätig ist. «Wenn wir bei Geschäftsbeziehungen Hinweise auf unrechtmässige Absichten haben, gehen wir gezielt dagegen vor.»

Das Spektrum der Massnahmen reiche von «der Meldung an die Aufsichtsbehörden, der Einschränkung der Aktivitäten bis hin zur Beendigung der Geschäftsbeziehung», heisst es in der Stellungnahme der Grossbank.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Weber (AschiWeber)
    Fremdes Geld ja, fremde Menschen nein. Das macht Schweizer reich und sie müssen nicht teilen. So richtg egoistisch.
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  • Kommentar von Florian Lienhard (Florian Leon)
    Es gibt nichts zu beschönigen: 1. Schweizer Grossbanken helfen (aktiv), korrupte Machenschaften am leben zu erhalten und schädigen hier ganz konkret das gebeutelte venezolanische Volk. Dieses Beispiel ist ja wohl nur die Spitze eines gar nicht weissen Eisbergs... 2. Chavez und seine sozialistischen Genossen nutzen den Kapitalismus zu ihren Gunsten aus und brüsten sich mit antikapitalistischen Parolen... Zynischer geht's kaum mehr (auf beiden Seiten).
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    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Geld verstecken darf nur, wer das durch die USA genehmigt bekommt. Alles andere ist kriminell. Selbstverständlich helfen US- Banken, beispielsweise in Delaware niemals kriminelles Geld zu verstecken... Es ist ja nicht umsonst, dass die USA die internationalen Abkommen nicht unterschrieben haben - für das Imperium gelten eigene Regeln.
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  • Kommentar von lukas Dieterle (lucky)
    Wenn es um korrupte Machenschaften geht ist natürlich die CS wieder dabei. Und selbstverständlich hat man ein strenges Internes Kontrollsystem und wird mit den Aufsichtsbehörden kooperieren. Einfach nur noch peinlich diese Bank, oder hat es allenfalls System. Die Bussen in solchen Fällen sollen jä mit der Kaffeekasse bezahlt werden können...
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    1. Antwort von Charles Grossrieder (View)
      Mich wuerde eher interessieren, wieso man die CS immer heraushebt, wenn doch mehrere CH Banken involviert sind? wenn schon dann doch alle nennen bitte!
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