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Sparen trotz Rendite Gute Renditen – Pensionskassen sparen trotzdem

Die grossen Schweizer Pensionskassen haben 2016 unerwartet gut verdient. Das dank Aktiengewinnen auf dem US-Markt und guten Immobiliengeschäften. Die Gewinne weitergeben an die Versicherten wollen sie aber nicht – denn langfristig sieht es weiterhin düster aus.

Legende: Video Pensionskassen verdienen gut abspielen. Laufzeit 1:50 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.02.2017.

Gute Renditen für die grossen Schweizer Pensionskassen – dank US-Präsident Trump. Unerwartet haben die Sparer von den optimistischen US-Aktienmärkten und Kursgewinnen Ende 2016 profitiert:

  • Die BVK (Vorsorgeeinrichtung der Angestellten des Kantons Zürich) erzielte eine Rendite von 5,7 Prozent.
  • Die Pensionskasse der Migros 5,3 Prozent.
  • Die Pensionskasse des Bundes (Publica) ein Plus von 5 Prozent.
  • Im Schnitt resultierten 2016 laut der UBS Renditen von 3,4 Prozent. 2015 waren es nur 0,7 Prozent gewesen.

Doch die Pensionskassen warnen vor zu viel Euphorie: «Wir dürfen nicht voreilig handeln», sagt Hanspeter Konrad, Präsident des Schweizerischen Pensionskassenverbands der «Tagesschau». Es gelte, langfristig zu rechnen. Die Aktienmärkte seien grossen Schwankungen unterworfen und auf den Festhypotheken sei der Zins nach wie vor sehr tief.

«Die Pensionskassen handeln ohne Not»

Die Pensionskassen haben die Schraube zuletzt angezogen: Höhere Einzahlungen für Versicherte, weniger Rente für die Pensionierten. Dieser Trend soll trotz der guten Jahresabschlüsse weitergehen. Verschiedene Pensionskassen kündigen an, auch dieses Jahr die Leistungen zu kürzen und Arbeitnehmende stärker zur Kasse zu bitten.

Urs Eicher, Präsident von PK-Netz 2. Säule vertritt die Interessen der Arbeitnehmenden gegenüber den Pensionskassen. Für ihn sparen die Kassen zu viel und das zu Lasten aller: «Die Pensionskassen haben in vorauseilendem Gehorsam und ohne Not gehandelt.» Kleinere Schritte wären fairer für die Arbeitnehmenden und die Rentner. «Zurückhaltung ist zwar gut, aber es zeigt sich, dass sich die risikoreicheren Investitionen in Aktien auch auszahlen können», sagt Eicher.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Alain Terrieur (Imhof)
    ...WIR Braven CH's, HABEN 100% auch ABZOCKER, BEI UNSEREN PENSIONSKASSEN, aber unsere Neutralitäts- und Menschenrechts_Mentalität, lässt auch DIESE "springen"!
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  • Kommentar von A. Zuckermann (azu)
    Jetzt hab ich doch gemeint, den Pensionskassen gehe es so schlecht dass mann den Umwandlungssatz nach unten schrauben muss =) ?
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    1. Antwort von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
      @ A.Zuckermann: Glauben Sie nicht alles was man Ihnen präsentiert, kleiner Tip: Warten Sie bis die Jahresabschlüsse vorliegen, mache ich seit Jahren so, dann urteilen Sie selber und glauben Sie nicht alles was geschrieben wird, den Papier ist geduldig, auch schon davon gehört.
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    2. Antwort von T. Zeller (tzeller)
      Nun ja, es gibt tatsächlich einige Herausforderungen für die Altersvorsorge im Allgemeinen, wie z.B. die steigende Lebenserwartung und das Tiefzinsumfeld. Diese Erläuterung hier habe ich hilfreich gefunden, die Zusammenhänge besser zu verstehen: http://www.dringendereform.ch/was-ist-jetzt-das-problem
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  • Kommentar von Max Roost (MaxRoost)
    Wehre sich wer kann ! Gegen solche Machtapparate , wie Versicherungen , Grosskonzerne , Grossbanken hat der Normalbürger keine Chance. Er ist längst im Würgegriff ihrer Willkür . Das Geld verschiebt sich immer mehr nur in eine Richtung. Das einzige Rezept um Ein- und Ausgaben im Gleichgewicht zu behalten ist, sein eigenes Konsumverhalten in jedem Bereich weiter einzuschränken.
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