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Gute Schneeverhältnisse Skigebiete hoffen auf ein Wintermärchen

Der letzte Winter war für die Skigebiete hart. Dieses Jahr könnte deutlich besser werden – nicht nur wegen des Schnees.

Legende: Audio «Wir haben heute so viel Schnee wie im Januar 2017» abspielen. Laufzeit 2:46 Minuten.
2:46 min, aus HeuteMorgen vom 18.11.2017.

Die Schweizer Skigebiete sind mit dem Saisonstart zufrieden. Alles sei im Moment so wie man sich es nur wünschen könne, sagt Wendelin Keller, Geschäftsführer der Bergbahnen Hoch-Ybrig in der Zentralschweiz. Es habe zwar nicht überdurchschnittlich viel geschneit, aber: «Der Schnee ist zuerst nass gewesen, jetzt hatten wir kalte Nächte. Wir konnten ihn deshalb präparieren und er ist durchgefroren. So sollte er auch eine Föhnlage durchhalten.»

Jetzt müsse man die tiefen Nacht-Temperaturen nutzen um ordentlich zu beschneien, sagt Keller. Dies sei der grosse Unterschied zum letzten Jahr, als eine lange Warmwetterphase künstliches Beschneien verunmöglichte. Die Saison im Hoch-Ybrig-Gebiet konnte deshalb erst Mitte Januar richtig beginnen.

Den natürlichen Schneefall ergänzen

Auch in Andermatt und Sedrun wird zur Zeit trotz viel natürlichem Schnee zusätzlich noch künstlich beschneit. Auch hier nutzt man die idealen Wetterverhältnisse um eine hohe Schneedecke zu erreichen.

Wir haben heute so viel Schnee wie im Januar 2017.
Autor: Samuel RosenastDavos-Klosters

Im Berner Oberland und im Wallis hat es zwar weniger geschneit als in der Ost- und Zentralschweiz. In Adelboden-Lenk eröffnet man die Skisaison sogar eine Woche später als im letzten Jahr und trotzdem ist Bergbahn-Chef Nicolas Vauclair zufrieden. «Die Kälte kommt von Norden. Das bedeutet für uns weniger natürlichen Schneefall. Dafür können wir besser mit der technischen Beschneiungsanlage arbeiten», sagt er.

Ein guter Start ist die halbe Miete

Und Samuel Rosenast vom Skigebiet Davos-Klosters geht sogar so weit, dass er sagt, die Wintersaison sei schon gerettet: «Wir haben heute so viel Schnee wie im Januar 2017. Die Verhältnisse sind nicht zu vergleichen mit dem Beginn der letzten Saison.» Ein guter Start, sei schon die halbe Miete. Die momentane Schneedecke überstehe nämlich sogar eine mehrtägige Warmphase, sagt Rosenast.

Es ist weiss und es hat Schnee. Das wirkt sich positiv auf die ganze Branche aus.
Autor: Silvio LiechtiHoch-Ybrig

Ähnlich tönt es auch im tiefer gelegenen Skigebiet Hoch-Ybrig und in Adelboden-Lenk. Eine Warmfront ist mindestens bis Ende Monat nicht in Sicht, heisst es bei SRF Meteo. Bergbahn-Geschäftsführer Silvio Liechti ist überzeugt, diese Saison wird ein Wintermärchen: «Es ist weiss und es hat Schnee. Das wirkt sich positiv auf die ganze Branche aus.»

Nicht zu vergessen der stärkere Euro. So können die Schweizer Skigebiete auch wieder vermehrt auf ausländische Touristen hoffen. Kommt hinzu, dass Erzrivale Österreich die die Preise für Skipässe – gerade im Vorarlbergischen – teils kräftig erhöht hat. Mehr Wintermärchen für die Schweizer Skigebiete geht fast nicht.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    ......und wenn sie (noch) nicht gestorben sind, dann schneien sie noch heute.
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  • Kommentar von Reto Meier (auchwassagen)
    E. Waeden, ach ja? Haben Sie dazu Quellenangaben? Intressant, mit welchen Argumenten Sie hier die Schneekanonen legitimieren.
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Dazu braucht es keine Quellenangaben! Oder haben sie welche zur Hand, welche den Stromverbrauch von Schneekanonen belegen? Und grad im Dezember freuen wir uns doch alle an den vielen Weihnachtsbeleuchtungen. Sind auch Stromfresser! Und alle diese Einkaufstempel mit Klimaanlagen & Dauerbeleuchtung. Und andere Sportarten betr., wenn ab September schon Eishockey gespielt wird, Fussballstadien mit Scheinwerfern ausgeleuchtet werden usw. brauchen diese viel mehr Strom.
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  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    Möchte mal wissen, was die künstlichen Schneekanonen pro Saison an Energie vernichten. Wahrscheinlich soviel, dass wir damit ein Jahr lang Auto fahren könnten. Aber im Tourismus scheinen andere Regeln zu gelten als für uns Bürger. Logo, da verdient unser Imperium ja auch kräftig mit. Weshalb man da wohl beide Augen zudrückt und lieber weiter auf uns, schon seit Jahrzehnten sparenden Bürgern rumhackt. Wir sparen, andere klotzen. Und die Energiekurve steigt weiter nach oben!
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Die Schweiz ist nun mal auch ein Land, welches u. a. vom Tourismus lebt. Als Städter sollte man doch auch den Bergregionen, wo viele Menschen eben vom Tourismus leben eine gute Saison gönnen. Und diese Schneekanonen verbrauchen während der Saison viel weniger Energie, als die 24 Stunden Konsumgesellschaft z. B. in grösseren Städten während eines Jahres.
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