Händler freuen sich auch in Tokio

Die Rekorde an den deutschen Börsen und in Übersee haben sich in Asien fortgesetzt. Die Spekulanten profitieren von der Geldschwemme. Doch es gibt auch Verlierer.

Asiatische Händler hinter Börsenzahlen.

Bildlegende: Auch die asiatischen Anleger sind im Glück. Keystone

Die Börse in Tokio hat am Mittwoch fester geschlossen. Der Nikkei-Index schlug um 0,74 Prozent auf und schloss bei 14‘285 Punkten. Dies, nachdem der deutsche Index Dax im Rekordhoch schloss und der Dow Jones in New York ein Allzeit-Hoch vermeldete.

Auch die Schweizer Börse dürfte die Rekordjagd am Mittwoch fortsetzen. Händler erwarten, dass die guten Vorgaben aus Asien und den USA die Anleger auch nach Schweizer Aktien greifen lassen.

Grund für die gute Stimmung an den Börsen ist das billige Geld der Notenbanken. Zudem haben die institutionellen Anleger wenig Alternativen: Sie investieren in Aktien, weil Anleihen nur noch wenig Renditen abwerfen.

Geld fliesst an Finanzmärkte ab

Die Notenbanken halten den Leitzins tief, um die Unternehmen zu stützen. Die Firmen sollen günstige Kredite aufnehmen können und investieren.

Kritiker bemängeln, dass das Geld nicht bei den Unternehmen ankommt, jedenfalls nicht bei allen. Kleine und mittlere Unternehmen in Südeuropa zahlen immer mehr für ihre Kredite. In Deutschland, Frankreich und der Schweiz hingegen erhalten Firmen das Geld günstig.

Die Währungshüter diskutieren deshalb über neue Instrumente. Sie wollen das Geld gezielter an die Unternehmen vergeben.