Helvetia macht deutlich mehr Gewinn

Die Versicherungsgruppe Helvetia hat im vergangenen Jahr markant mehr verdient. Mit einem Gewinn von über 340 Millionen Franken hat sie sogar die Erwartungen von Analysten übertroffen. Das Geschäftsvolumen ist derweil leicht geschrumpft.

Flaggen mit Helvetia-Logo vor einem Gebäude.

Bildlegende: 2012 war ein gutes Jahr für die Versicherungsgruppe Helvetia. Keystone

Der Gruppengewinn wuchs in der Berichtsperiode um 18 Prozent auf 342,2 Millionen Franken. Damit hat die Helvetia die Markterwartungen von durchschnittlich 339 Millionen Franken leicht übertroffen.

Das Geschäftsvolumen ging um 2,7 Prozent auf 6,98 Milliarden Franken zurück, wie der Versicherer schreibt. In Lokalwährungen sank das Volumen um 1,8 Prozent. Den Aktionären wird die Ausschüttung einer Dividende von 17 Franken je Aktie vorgeschlagen, nachdem zuvor 16 Franken bezahlt worden waren.

Helvetia werde die verbleibenden Kapitaleinlagen von 122,1 Millionen Franken den Aktionären ausschütten, womit 14 Franken je Aktie für Privatpersonen in der Schweiz steuerfrei zur Auszahlung kommen.

Stabile Margen im Lebengeschäft

Angesichts des anhaltend anspruchsvollen europäischen Marktumfeldes habe die Helvetia eine erfreuliche Leistung gezeigt, wird CEO Stefan Loacker in der Mitteilung zitiert. Das Nicht-Lebengeschäft (z.B. Versicherungen gegen Umweltschäden) habe mit einer «sehr guten» Gewinnkraft überzeugt.

Im Lebengeschäft (Lebensversicherungen, Krankheits- und Unfallversicherungen etc.) seien die Margen zwischen laufendem Ertrag und durchschnittlicher Zinsgarantie stabil geblieben.

Nebst dem gewohnt starken Schweizer Heimmarkt hätten auch die Auslandsmärkte mit markant besseren Ergebnissen aufgewartet, so die Mitteilung weiter. Zwar sank in der Schweiz der Gewinn auf 237 Millionen Franken nach 261 Millionen Franken im Vorjahr. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich aber dennoch um einen Prozentpunkt auf 85 Prozent.

In Deutschland erzielte die Helvetia dank gezielter Massnahmen einen Gewinn von 27 Millionen Franken nach dem Verlust von 18 Millionen Franken aus dem Vorjahr. Auch in Italien (17 Millionen Franken) und Spanien (21 Millionen Franken) erzielte Helvetia positive Resultate.