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Hiobsbotschaft bei SR Technics Betroffener: «Es war ein Schock»

Legende: Video Stellenabbau SR Technics abspielen. Laufzeit 04:11 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 09.04.2018.

«Schweiz aktuell» hat anonym mit einem vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeiter von SR Technics gesprochen.

SRF News: Sie haben am vergangenen Freitag vom geplanten Stellenabbau erfahren. Wie war das für Sie als langjähriger Mitarbeiter?

Betroffener Arbeitnehmer: Es war ein Schock. Viele der Betroffenen sind langjährige Mitarbeiter, Familienväter und zum Teil kurz vor der Pensionierung. Für sie wird es nicht einfach, einen neuen Job zu finden. Es tut weh, zu sehen, wie Mitarbeiter die Firma, in die sie ihr Herzblut investiert haben, verlassen müssen.

SR Technics hat in den vergangenen Jahren immer wieder Stellen gestrichen. Warum waren Sie vom aktuellen Abbau überrascht?

Vor rund fünf Monaten sind Mitglieder der Geschäftsleitung zu uns gekommen und haben gesagt, dass sie an unser Produkt glauben und wir eine Zukunft haben werden. Jetzt heisst es, dass wir nicht rentieren. Dafür haben wir kein Verständnis. Die Stimmung unter den Mitarbeitern ist schlecht.

Wie deuten Sie diesen Stellenabbau?

Für mich zeigt sich einmal mehr, dass man schon lange nicht mehr an den Standort Zürich geglaubt hat. An verschiedenen Standorten im Ausland wurde die Produktion ausgebaut. Nur in Zürich hat das Unternehmen nicht mehr investiert, sondern nur noch Pflästerli-Politik betrieben, also notdürftig das geflickt, was unbedingt nötig war.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Ich warnte mehrfach hier vor dem Ausverkauf von know - how an diese Chinesen - eine derart wichtige Technik -die sehr viel Erfahrung und Spitzenleute benötigt - wurde schleichend ausgehöhlt und Wissen abgesaugt . Nun haben die Chinesen erreicht was sie brauchten - die Schweizer Fachleute bleiben mit Schaden zurück. Unser Wirtschaftsminister schläft weiter und lässt lieber sehr gute kleine Nischenbetriebe pleite gehen. 16 000 Kleinunternehmen im 2017 pleite. Weiter so ?
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  • Kommentar von Andreas Meier (Epikur)
    Kommt davon, wenn man sich an anonyme, undurchsichtige und staatlich kontrollierte Chineses verkauft. Tragisch, dabei ist das Unternehmen Weltspitze. Soll der schweizer Wirtschaft eine Lehre sein.
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  • Kommentar von Nick Schaefer (Nick Schaefer)
    Man kann einer überschuldeten und vom Konkurs bedrohten Firma nun wirklich nicht vorwerfen, dass sie versucht, die Kosten an den teuersten Standorten zu reduzieren. Die Situation war seit Jahren bekannt. Es geht nun darum, wie es für die Mitarbeiter weitergeht. JSA und Swissmem sprechen immer vom Fachkräftemangel, da sollte JSA ohne weiteres für jeden Arbeitslosen sofort eine neue Stelle zum doppelten Lohn im selben Quartier parat haben. Oder geht es JSA&Co doch nur um Lohndrückerei?
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Volltreffer, so läuft es tatsächlich..., und keiner will es wahrhaben.
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