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Hiobsbotschaft für Angestellte SR Technics plant Abbau von bis zu 300 Stellen

  • Schock für die Angestellten von SR Technics in Zürich: Die Flugzeugwartungsfirma plant den Abbau von bis zu 300 Stellen. Das bestätigen zwei voneinander unabhängige Quellen gegenüber SRF.
  • Unklar ist, ob der Stellenabbau nur Zürich oder auch weitere Standorte betrifft.
  • SR Technics nimmt zum geplanten Abbau keine Stellung und verweist auf eine Medienorientierung vom kommenden Montag.
Mechaniker in einer Flugzeugkabine
Legende: SR Technics gehört zu den grössten technischen Dienstleistern im Bereich der zivilen Aviatik und ist im Besitz der chinesischen HNA Group. Keystone

SR Technics hat in Zürich bereits vor zwei Jahren über 500 Stellen gestrichen. Begründet wurde dies damals mit dem starken Kostendruck. Die Flugzeugwartungsfirma beschäftigt weltweit 3000 Personen, rund 2000 davon in der Schweiz.

Die ehemalige Swissair-Tochter ist seit 2016 im Besitz der chinesischen HNA Group. Dazu gehören auch das Bordverpflegungs-Unternehmen Gategroup sowie der Flughafendienstleister Swissport. Zudem hält HNA eine Beteiligung von etwa 20 Prozent am Reisedetailhändler Dufry, ist Grossaktionär bei der Deutschen Bank und hält Beteiligungen an der Hotelkette Hilton.

Der Konzern sitzt nach einer grossen Einkaufstour auf einem riesigen Schuldenberg. Zudem steht HNA wegen einer undurchsichtigen Eigentümerstruktur international unter Druck.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Waldeck (kdwbz)
    Ein weltweiter Eroberungsfeldzug auf die leise Art und ohne Blutvergiessen. Die Unterlegenen merken ihre Niederlage erst wenn der Prozess nicht mehr umkehrbar ist. Langfristig sichern sich die Chinesen auf diese Art nicht nur die Resourcen sondern auch die Schlüsseltechnologien. Ein Gegenmittel wäre wohl eine eindeutige klare staatliche Strategie und Vorschriften für die ausländischen Beteiligungen an nationalen Firmen. Aber wo kein (politischer) Wille ist, ist auch kein Weg.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Was ja die gegenwärtigen Kräfteverhältnisse kennzeichnet ist, Herr Waldeck, dass dem Finanzkapital auf internationalem, globalem Niveau keine Grenzen mehr gesetzt sind, während die Menschen und die staatlichen politischen Instrumentarien nur eine 'beschränkt lokale' Einflussnahme entwickeln können, wenn überhaupt. Es wird darum gehen als 'Sozialkörper' genausolche überstaatliche Instrumente zur Verfügung zu haben, um Mass-Gebend im Sinne der Menschen und nicht der Finanzklasse sein zu können.
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  • Kommentar von Lars Graf (Lars)
    SRT baut seit Jahren Stellen ab aber auch werden des Jahres werden viele Personen entlassen. Neues Personal wird auch eingestellt aber das kommt selten aus der Schweiz.
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  • Kommentar von Edi Steinlin (Chäsli)
    Nur so weiter im Text, lasst die Chinesen nur möglichst viele Firmen aufkaufen. Angeblich soll Lenin einmal gesagt haben, die Kapitalisten verkaufen uns noch den Strick, an dem wir sie aufknüpfen.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Es wird gerne übersehen, Herr Steinlin, dass die Gesetzgebung den kapitalistischen Spielformen wesentlich zudient, insbesondere der Gerichtshof der Europäischen Union. Dessen oberstes Credo ist, Kapital first. Dieses darf weder in seiner freien Zirkultation noch durch Staatliche Gesetzgebung in irgendeiner Art und Weise behindert werden. Dieser Gerichtshof und seine Entscheidungen tragen wesentlich bei zur weltweiten Deregultaion und Entlgeisung des Finanzmarktes.
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