Hoffnung auf billiges Geld treibt Japans Börse an

Börsen-Hausse auch in Japan: Während der amerikanische Dow Jones nie dagewesene Höhen erklimmt, steht der Nikkei-Index so hoch wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr. Befeuert wurde die Börse durch die Hoffnung auf noch billigeres Geld.

Die Aussicht auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die neue Notenbank-Führung hat der Tokioter Börse Auftrieb gegeben. Der Nikkei-Index schloss bei 12'560 Punkten. Dies war der höchste Stand seit September 2008.

Positive Impulse für alle asiatischen Handelsplätze kamen auch aus den USA: Dort war der Dow-Jones-Index am Vorabend auf ein Allzeithoch gestiegen. Angeheizt wurde die Rekordlaune von ermutigenden Arbeitsmarktzahlen.

Die Anleger in Tokio verbanden offensichtlich die Bestätigung des neuen Notenbank-Chefs Haruhiko Kuroda durch das Parlament mit der Erwartung, dass die von ihm angekündigte Geldpolitik den Aktienkursen gut tun. Kuroda steht für eine noch lockerere Geldpolitik, als sie ohnehin schon in Japan praktiziert wird. Beobachter rechnen damit, dass bereits beim ersten Zinsentscheid unter neuer Führung Anfang April die Geldschleusen noch weiter geöffnet werden.