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Hohe Steuern angedroht Trumps Retourkutsche für Harley-Davidson

  • Harley-Davidson will einen Teil seiner Produktion aus den USA abziehen.
  • So sollen die Motorräder wegen der Vergeltungszölle der EU für europäische Kunden nicht teurer werden.
  • «Eine Harley sollte niemals in einem anderen Land gebaut werden», twitterte ein erboster US-Präsident nun und droht dem Unternehmen.

Mitarbeiter und Kunden seien bereits sehr wütend über Harley-Davidson. Wenn das Unternehmen seine Ankündigung wahr mache, bedeute dies «den Anfang vom Ende», schrieb Donald Trump und drohte: «Sie werden besteuert wie nie zuvor!».

In einem anderen Tweet schrieb er: «Harley muss sich im Klaren sein, nur mit einer hohen Steuer zurück in die USA verkaufen zu können».

Trumps Zölle haben Folgen für die USA

Trump, der Harley-Davidson schon am Vortag gerügt hatte, beschuldigte die Firma nun zudem, die Zollpolitik bloss als vorgeschobene Begründung für den Abbau von Produktionskapazitäten in den USA zu benutzen.

Trumps Strafzölle gegen China und die EU sowie die dadurch ausgelösten Gegenmassnahmen stossen bei vielen US-Unternehmen auf Widerstand. Aber auch in Trumps eigener Partei der Republikaner regt sich zunehmend Unmut darüber.

Autoverbände besorgt über Strafzölle

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Autoverbände warnen eindringlich vor den von Präsident Donald Trump angedrohten Importzöllen. Die Massnahme könne zum Verlust Hunderttausender Jobs führen, deutlich höheren Preisen für die Konsumenten und fehlende Mittel für Investitionen in neue Technologien wie autonomes Fahren führen bringen. Das schreiben die Association of Global Automakers und die

Alliance of Automobile Manufacturers in getrennten Erklärungen. Letzter erklärte, die Zölle würden am Ende «der wirtschaftlichen Sicherheit der USA schaden und die nationale Sicherheit schwächen». Mitglieder der Verbände sind auch deutsche Hersteller wie Volkswagen, BMW und Daimler.

Trump hatte am Freitag mit Zöllen von 20 Prozent auf alle in der EU gefertigten Autos gedroht. Am Dienstag erklärte er, die Massnahmen würden bald eingeführt.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Udo Gerschler (UG)
    Es hat mich schon immer gewundert wie in Europa und Amerika die Produktion ins Ausland verlagert(auch noch zum Erzfeind-Kommunismus=Bestätigung für Provit macht Kapital alles)und der Binnenmarkt geschädigt wurde.Die Verantwortlichen zeigen nun auf Trump und verdecken das sie es waren denen der Bürger egal ist.Den Verschuldungsgrad noch zu beherrschen ist leider auch von Trump Warscheinlich nicht mehr möglich.
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  • Kommentar von Steff Stemmer (Steff)
    Wenn den Zampanoo aus dem Weissen Haus die Politiker, seine Skandale, seine Konkurse, seine zwielichtigen Beziehungen, etc. nicht zu Fall bringen, die Wirtschaft wird es schaffen. Sollte sich der prognostizierte Aufschwung in einen aktuellen Abschwung mausern, wird die Wirtschaft Trömp das Genick brechen!
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  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    Wie man weiss, weiss Trump kaum etwas, also auch nicht, dass HD schon lange im Ausland, nahe den Absatzmärkten produziert, zum Beispiel in Thailand.
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