Zum Inhalt springen

Wirtschaft HSBC-Datendieb kommt auf freien Fuss

Die oberste spanische Justizbehörde hat die Freilassung von Hervé Falciani angeordnet. Ob der ehemalige Informatiker der Genfer Filiale der Bank HSBC an die Schweiz ausgeliefert wird, ist noch nicht klar.

Falciani, der vor rund 5 Jahren Kundendaten bei der HSBC gestohlen und diese den französischen Behörden übergeben hatte, habe sich bereit erklärt, mit der spanischen Justiz zu kooperieren, teilten die spanischen Behörde mit.

 Hervé Falciani
Legende: Hervé Falciani (hier in Nizza, 2010) ist bald auf freiem Fuss. Keystone

Laut «Europapress» wurde er angewiesen, sich alle 3 Tage beim nächsten Polizeiposten seines Wohnorts zu melden. Er dürfe spanisches Staatsgebiet nicht verlassen und müsse alle Wohnortwechsel melden.

Falciani war im Juli aufgrund eines internationalen Haftbefehls in Barcelona festgenommen worden. Die Schweiz verlangt von Spanien seine Auslieferung.

Das Bundesamt für Justiz hat von den spanischen Behörden bislang noch keine Antwort erhalten. Das Auslieferungsverfahren sei noch im Gange.

Krise zwischen Schweiz und Frankreich

Falciani war bei der HSBC in Genf als Informatiker angestellt und hatte zwischen 2006 und 2007 rund 15'000 Kundendaten gestohlen. Diese übergab er den französischen Steuerbehörden.

Die Sache geriet an die Öffentlichkeit und führte zu einer diplomatischen Krise zwischen der Schweiz und Frankreich.

«Lagarde-Liste»

Dank der Daten eruierte auch Griechenland 2000 fehlbare Steuerpflichtige. Vor 2 Jahren übergab die damalige französische Finanzministerin Lagarde ihrem griechischen Amtskollegen die Liste mit möglichen Steuerhinterziehern. Diese sorgte in Griechenland für hitzige Debatten.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.