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IEA schlägt Alarm Klimaanlagen – die Stromfresser werden zum Problem

Die Zahl der Kühlgeräte nimmt weltweit zu – mit ihnen der Stromverbrauch. Die Internationale Energieagentur warnt deshalb und fordert Massnahmen.

Legende: Audio Airconditioner: IEA warnt vor Stromverbrauch abspielen.
1:34 min, aus HeuteMorgen vom 16.05.2018.

Derzeit gibt es auf der Welt rund 1,6 Milliarden Airconditioner. Diese Geräte verbrauchen zehn Prozent des globalen Stroms – oder zweieinhalb Mal so viel wie ganz Afrika.

Ein Mann läuft an einer Häuserfassade mit Klimanlagen vorbei
Legende: Klimaanlagen verbrauchen einen Zehntel des weltweiten Stroms. Keystone

Die Internationale Energieagentur geht davon aus, dass sich der Stromverbrauch in den nächsten drei Jahrzehnten nochmals verdreifachen wird und dass die Zahl der Kühlgeräte auf über fünf Milliarden steigt. Damit zählen die Klimaanlagen laut dem Bericht zu den grössten Treibern des zusätzlichen Stromverbrauchs in den kommenden Jahren.

Bevölkerung wächst, Lebensstandard steigt

Dass es auf der Welt immer mehr Klimaanlagen gibt, hat mit dem Bevölkerungswachstum in den heissesten Teilen der Welt zu tun, aber auch mit den verbesserten Lebensbedingungen. Immer mehr Menschen können sich eine Klimaanlage leisten. In den USA und Japan verfügen 90 Prozent der Haushalte über Airconditioner – in Ländern wie Indien, Indonesien, Brasilien oder China ist der Anteil viel geringer.

Airconditioner – frisch aus der Fabrik
Legende: Die Zahl der Klimaanlagen wird weltweit innert 30 Jahren auf fünf Milliarden steigen. Keystone

Nun fordert die Internationale Energieagentur Massnahmen von den Regierungen und Behörden: minimale Standards für die Geräte sowie schärfere Grenzwerte in Bezug auf die Energieeffizienz. Klimaanlagen in Europa und Japan verbrauchen laut dem Bericht ein Viertel weniger Strom als die Geräte in den USA und China.

Weiter fordern die Experten schärfere Richtlinien in Bezug auf die Gebäude, Anreize für Investitionen und mehr Informationen, nur so könne der explodierende Stromverbrauch gebremst werden.

17 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Terrieur (Imfeld)
    Die zunehmend angepriesenen E-Fahrzeuge, brauchen auch Strom, somit STROMRECHNUNGEN! DIES lies man damals mit dem genialen Solarweltspitzen-Produkt "Spirit of Biel-Bienne" am Technikum Biel, einfach fallen!
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  • Kommentar von Martin Meier (M.Meier)
    In den meisten Orten der Welt kann man auf Klimaanlagen verzichten. Der menschliche Körper hält ein bisschen Wärme gut aus. Problematisch hierbei sind vor allem die USA, wo man sinnlos runterkühlt.
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    1. Antwort von Robert Frei (RFrei)
      Von hier aus lässt es sich leicht reden. In grossen Teilen der USA ist ein modernes Leben ohne Klimaanlage nicht denkbar. Dort würde auch ihr Körper streiken. Das Problem dort ist dann aber eher die teils unvernünftige Anwendung, und auch dass sie oft als Ersatz für gebäudetechnische Massnahmen verwendet wird.
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    2. Antwort von Aurel Specker (Auspec)
      @Frei: In Teilen der USA mag das zustimmen. Dennoch sind viele hier bereits einmal in den USA gewesen, und können das sehr wohl einschätzen! Im Hochsommer bei 30-35°C den Laden auf unter 20°C kühlen ist Sinnlos und eine absolute Energieverschwendung und das bei Isolationen die kaum mehr sind als Karton.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Nur eine der ueblen Sumpfblueten des Konzentrationsstress. Die Bevoelkerungsexplosion fuehrt zur Klimaerwaermung. Und diese zu einem Mehrbedarf an Kuehlung. Anstatt Geburtenkontrolle zur Kurierung der Wurzel des Problems, wird auf dem Puckel der Lebensqualitaet nur kurzfristig wirksam an den Symptomen gepflaesterlet....
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      @dupond: Was mich schon länger Wunder nimmt, welche Massnahmen schlagen Sie vor, um die Sache mit der Geburten und deren Kontrolle in den Griff zu bekommen?
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    2. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Das klingt ja alles so einfach aber wie sichert man die Rentensysteme, wenn Geburtenkontrolle praktiziert wird? Wie wird eine auf Wachstum ausgerichtet Wirtschaft angepasst, damit diese nicht zusammen fällt. Wer kontrolliert diese Geburtenkontrolle und wie wird sie durchgesetzt ohne dass es Unruhen gibt? Die Idee ist simpel aber die Auswirkungen und die Umsetzung sind wesentlich komplexer.
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    3. Antwort von Konrad Schläpfer (Koni)
      @ antigone kunz, da die Bevölkerung in den Entwicklungsländern explodiert, sollte statt EH eine grosszügige Kinderzulage für die ersten 2 Kinder ausgerichtet werden. Ab dem 3. Kind nur noch eine Zulage und ab dem 4. gar nichts mehr. Nur so kann eine Familienplanung in diesen Ländern funktionieren. Das wäre eine Win - Win Situation auch für die Kinder. Bei uns wird auch alles über das " Finanzielle " gesteuert.
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    4. Antwort von Konrad Schläpfer (Koni)
      @Michael Koller,ich glaube nicht, dass die Bevölkerungsexplosion in der 3. Welt unsere Rentenprobleme lösen kann. Im Gegenteil, ohne strenge Geburtenkontrolle werden wir noch ganz andere Problem als die Renten bekommen. Wenn erst der Kampf um sauberes Trinkwasser, Lebensmittel, Energie usw. richtig los geht wird es noch bedeutend ungemütlicher und brutaler zu und her gehen als bisher.
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    5. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      @Michel Koller: Weniger Kinder stellt extrem viel finanzielle und menschliche Ressourcen frei. Der Aufwand für die U20er oder sogar U25er ist in jeder Hinsicht um ein Vielfaches grösser als Pflege und Unterhalt der Ü60er. Letztere finanzieren sich zudem weitgehend durch Erspartes und nur zu einem sehr kleinen Teil durch das Umlagerungsverfahren, während die U20er zu 100% durch privates und öffentliches Umlageverfahren finanziert werden müssen. Weniger Kinder, mehr Ältere bringt mehr Wohlstand.
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    6. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      @Kunz - Zur Loesung der Probleme von Buerger Volk und Staat waeren eigentlich die Politiker bezahlt und nicht nur fuer die Fettung der (EInfluss-)Reichen geschmiert. Aber hier nur eine von vielen Moeglichkeiten: Fuer das erste Kind/Frau sollte das Dreifache der heutigen Kindessozialleistungen ausgeworfen werden, fuer das zweite nur noch das einfache. Und fuer alle weiteren nix mehr. Der empfindlichste "Koerper"teil nicht nur des Geldadels sondern auch der Buerger in Not ist leider das Portmone..
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