Zum Inhalt springen

Wirtschaft Ilford Imaging ist bankrott – 220 Mitarbeiter betroffen

Der Westschweizer Fotopapierhersteller Ilford hat keinen neuen Geldgeber gefunden und steht damit vor dem Konkurs. Die 220 Angestellten wurden am Firmenstandort in Marly (FR) über die Situation in Kenntnis gesetzt.

«Wir haben aktiv nach neuen Investoren gesucht – leider ohne Erfolg», erklärte Ilfords operativer Direktor Lars Sommerhäuser. Das Zivilgericht sei bereits informiert worden und werde nun in den nächsten Tagen entscheiden, ob offiziell der Konkurs verhängt wird.

Auch die kantonalen Behörden, insbesondere das Arbeitsamt, seien auf dem Laufenden. «Es muss nun eine Lösung gefunden werden, damit die Mitarbeiter zumindest noch einen Teil ihres Juli-Lohnes erhalten», sagte Sommerhäuser weiter. Die Gehälter für den Monat Juni seien inzwischen überwiesen worden, zur einen Hälfte von der Arbeitslosenversicherung des Kantons, zur anderen Hälfte von
Ilford.

Angestellte Schweiz fordert Unterstützung

Der Arbeitnehmerverband Angestellte Schweiz forderte in einem Communiqué, die Unternehmensleitung von Ilford müsse seine Verantwortung bis zum letzten Stück wahrnehmen. Alle Beträge, die nicht von der Insolvenzabfindung durch die Arbeitslosenversicherung gedeckt würden, müssten von Ilford übernommen werden.

Zudem sollten die Mitarbeiter so schnell wie möglich mit Arbeitszeugnissen ausgestattet und bei der Jobsuche unterstützt werden, verlangt der Verband.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Das Bessere ist der Feind des Guten - in diesem Fall vielleicht ist es auch nur das Billigere, das der Feind des Teureren ist. Was soll da wohl 'Angestellte Schweiz' und Co. noch dagegen machen können? Asien diktiert doch längst den Weg, den auch die 'produzierende' Schweiz zu gehen haben wird. Als nicht einmal ein Hundertfünzigstel der chinesischen Bevölkerung dürfen wir, im allerbesten Fall, noch deren gute Freunde sein, als Konkurrenten sind wir, gegen sie, schlichtweg viel zu teuer geworden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Mir scheint die Belegschaft ist in totaler Ehrfurcht erstarrt. Angestellte Schweiz (was für eine unbrauchbare Organisation) fordert noch Arbeitszeugnisse - das soll es gewesen sein? Prost! Da war guter Rat wohl Wasser in den Röstigraben gekippt - statt auf die Barikaden zu gehen gings hier geradeaus über die Klippe. Mit Mann und Maus abgesoffen... unsäglich!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von René Willi, Aargau
    Leider fällt Ilford als Top Photopapier und andere Produkte auch der Computer Branche zum Opfer! Es wäre einmal zu wünschen, dass sich da unser Bundesrat auch einmal Gedanken darüber verliert, wie viel Geld noch für die Förderung von Unternehmen ins Ausland fliessen soll? Wieder sind es 220 Angestellte und Angehörige und die Personen der Lieferanten, welche täglich mit dem was sie noch erhalten umgehen müssen........ Die ganze Region wird weiter geschwächt....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen