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Wirtschaft Immer mehr ältere Menschen arbeiten

In der Schweiz hat die Zahl der Menschen zwischen 55 und 64 Jahren zugenommen, die einer Arbeit nachgingen oder Arbeit suchten. Von 2010 bis 2015 stieg die Erwerbsquote dieser Altersgruppe um über 5 Prozentpunkte. Entsprechend später treten die Menschen im Durchschnitt aus dem Erwerbsleben aus.

  • 5 Prozent mehr Erwerbstätige bei den 55- bis 64-Jährigen
  • Austritt aus Erwerbsleben mit 65,5 Jahren (2011: 65 Jahre)
  • Durchschnittliches Erwerbsalter 2015: 41,6 Jahre (2010: 40,9 Jahre)
Ein Bauer auf dem Feld
Legende: In der Landwirtschaft arbeiten die Menschen überdurchschnittlich lange, im Schnitt bis 67-jährig. Keystone

Die Arbeitskräfte-Erhebung des Bundesamts für Statistik (BfS) zeigt: Die Menschen zwischen 55 und 64 Jahren sind zunehmend mehr in einen Job eingebunden. Im Zeitraum von 2010 bis 2015 ist die Erwerbsquote dieser Altersgruppe um 5,3 Prozentpunkte auf 75,8 Prozent gestiegen. Die Zahl der Frauen in der Altersgruppe nahm überdurchschnittlich zu. Berücksichtigt wurde sowohl bezahlte als auch unbezahlte Arbeit.

Das Durchschnittsalter beim Austritt aus dem Erwerbsleben hat ebenfalls zugenommen und lag im Jahr 2015 bei 65,5 Jahren. Das ist ein halbes Jahr mehr als noch 2011, wie die Statistik zeigt. Überdurchschnittlich lange aktiv blieben Arbeitskräfte in der Landwirtschaft oder auch Selbständigerwerbende. Im Zeitraum zwischen 2011 und 2015 waren sie im Schnitt etwa 67 Jahre alt, als sie aufhörten zu arbeiten.

Doch generell nicht alle, die im ordentlichen Rentenalter sind, hören auch wirklich auf zu arbeiten. Im Gegenteil: Im Vergleich zu 2010 hat sich die Erwerbsquote der 65- bis 74-Jährigen um 3,4 Prozentpunkte auf 18,1 Prozent erhöht. Die Rentner bleiben durchschnittlich 0,5 Jahre länger erwerbstätig.

Durchschnittliches Erwerbsalter liegt bei 41,6 Jahren

Die Zunahme bei den älteren Arbeitskräften wirkt sich auch auf das Gesamtergebnis aus. Über alle Altersgruppen betrachtet liegt 2015 das durchschnittliche Alter der Erwerbsbevölkerung bei 41,6 Jahren. Das sind 0,7 Jahre mehr als 2010.

Legende:
Erwerbsquoten nach Altersgruppen in Prozent Die Erwerbsbeteiligung ist bei der Gruppe der 40- bis 54-Jährigen am grössten (91.4 Prozent). BfS

Nach Wirtschaftsabschnitten betrachtet variiert das Durchschnittsalter der Erwerbsbevölkerung stark: Während Erwerbspersonen im Baugewerbe sowie im Gastgewerbe im Durchschnitt knapp 40 Jahre alt sind (39,3 Jahre bzw. 39,5 Jahre), sind die Arbeitskräfte in der Land- und Forstwirtschaft im Mittel 47,4 Jahre alt.

Ausländer steigen früher in Berufswelt ein

Die ausländische Erwerbsbevölkerung ist im Durchschnitt deutlich jünger als die schweizerische. 2015 waren ausländische Arbeitskräfte im Durchschnitt 39,3 Jahre alt, die Schweizer Kollegen 42,4 Jahre. Frauen in der Berufswelt sind mit 41,1 Jahren im Durchschnitt jünger als männliche Erwerbspersonen (42,0 Jahre).

19 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler (parteilos!!)
    Ich denke, wir müssen uns langsam daran gewöhnen, dass ältere Menschen länger arbeiten dürfen und/oder müssen. Die fetten Jahre der Rentner sind vorbei! Alle müssen mithelfen, dass unsere Altersvorsorge gesichert ist.
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    1. Antwort von Franz Huber (R.)
      Wenn sie entlassen werden, können sie dann schon mitarbeiten. Mein Gott wie kann man nur so neidisch sein. Je mehr die Menschen besitzen, desto Missgünstiger werden sie. Das ist schon ein interessantes Phänomen.
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    2. Antwort von Niklaus Bächler (parteilos!!)
      Ich verstehe ihre Aufregung nicht. Wollen sie hier etwa negieren, dass die Altersvorsorgeeinrichtungen am kippen sind, wenn wir so weiter machen? Heute gibt es 1'570'000 Rentner, 2031 sind es bei gleich bleibender Bevölkerung 2'200'000! Mit anderen Worten 2 Erwerbstätige müssten für einen Rentner aufkommen. Hat diese etwas mit Neid zu tun? Ich sorge mich um die jungen Menschen.Das Phänomens ist,dass (sie als) Rentner den Rachen nicht voll bekommen!Wir MÜSSEN länger arbeiten,geht nicht anders!
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    3. Antwort von Franz Huber (R.)
      Sie sorgen sich höchstens um sich selber Herr Bächler. Und ich bin nicht Rentner auch wenn sie das einfach so annehmen. Und mit all den vielen schlecht ausgebildeten Migranten die sie Jahr für Jahr in die Schweiz holen wollen, wird die AHV/IV und die KK ganz sicher nicht gestärkt. Im Gegenteil. Da wird es zu viele darunter haben die gar nie arbeiten, sondern nur Kosten verursachen. Jobs die von Steuergeld bezahlt werden, bringen eben nichts für den Wohlstand der Schweiz.Nur für die Nutzniesser.
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    4. Antwort von Niklaus Bächler (parteilos!!)
      Franz Huber,sie lenken mal wieder salopp das tatsächliche Problem auf Migranten,statt die Ursachen bei unserer Bevölkerung zu suchen.Im weiteren haben sie meine Argumente weder gewürdigt,noch verstanden!Sie implizieren wieder selbstgefällig,dass der gute CH pflichtbewusst sein Ding macht & dann mit 65 Anrecht auf eine nette Pension hat.Schuld ist immer der Ausländer,schön einfach,oder?Wir kommen nicht darum herum,länger zu arbeiten,auch sie!P.S.Ich sorge mich nicht um mich,sondern um die Jungen!
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  • Kommentar von Franz Huber (R.)
    Vielleicht liegt der Anstieg in Prozenten in der Gruppe 55-64 auch daran, dass nicht wenige die keine Arbeit mehr gefunden haben die Schweiz verlassen haben. Und somit auch nicht mehr erfasst werden. Die Zahl der Auslandschweizer steigt ja, wie kürzlich berichtet sind es 760'000. Davon schätze ich das rund 100'000+ die Schweiz in den letzten 6 bis 7Jahren verlassen haben, weil ausgesteuert waren, und sie nicht Sozialhilfe beantragen wollten. Zahlen solcher Fälle dürften noch weiter ansteigen.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Bevor gewöhnlicherweise über die "bösen" Arbeitgeber hergezogen wird, müsste man die Arbeitsqualität der 60+ Generation auch anschauen. Ich habe Referenzwerte im Büro - und diese sind leider enttäuschend. In der heutigen, rauen Arbeitswelt gehören auch die jüngeren AN geschützt. Wenn die 55+-KV-Angestellte mit 55 sich in keine Weiterbildung mehr begibt (Word,Excel,Outlook etc.), weil sie ja "nicht mehr viel Zeit" hat, und somit ineffizient arbeitet, das darf nicht toleriert werden.
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    1. Antwort von Susanna Beerli (S. Beerli)
      Das ist ein Irrglauben. Ich habe mich ständig weitergebildet und II SIZ gemacht, kriege aber trotzdem keinen Job.
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