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Wirtschaft In der Baubranche bröckelt es – ganz leicht

Die Krise ist im Bauhauptgewerbe angekommen, nach acht Jahren Boom. Der Rückgang hält sich aber in Grenzen.

Die Umsätze in der Baubranche waren 2012 rückläufig – im Tiefbau -4,9 Prozent, im Hochbau -2,9 Prozent. Darüber informierte der Schweizerische Baumeisterverband (SBV).

Ein Grund: Der frühe Wintereinbruch Ende November sowie der kalte Februar behinderten die Bautätigkeit. Der zweite Grund: Die Umsätze der Schweizer Baufirmen waren im Jahr zuvor besonders hoch gewesen. Der Tiefbau legte von 2010 bis 2011 um 10 Prozent zu.

2012 liegt der Umsatz nun rund 4 Prozent tiefer, bei 18,9 Mrd. Franken.

SRF-Wirtschaftsredaktor Iwan Lieberherr nennt einen weiteren Grund für den Umsatzrückgang: Fachpersonal sei auch in der Baubranche Mangelware. Es fehle an Planern, Architekten und Bauführern.

Lieberherr relativiert allerdings: Minus vier Prozent seien ein Rückgang auf hohem Niveau. «Es wird noch immer rege gebaut», betont der Wirtschaftsjournalist. «Vor allem Wohnungen.» Die Zahl der Beschäftigten in der Baubranche sei 2012 sogar leicht gestiegen.

Die Annahme der Zweitwohnungsinitiative hatte laut Lieberherr noch keinen Einfluss auf den Umsatz. Die Flut von Baugesuchen in Berggebieten habe sich noch nicht in der Statistik niedergeschlagen. «Zwischen Annahme eines Baugesuchs und dem Auffahren der Bagger vergeht einige Zeit.»

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3 Kommentare

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  • Kommentar von M Jaeger, Wildwil
    Die Baubranche bröckelt, die Finanzbranche kriselt, die Energiebranche hat Probleme, während unsere Regierung in der Welt herum reist und Geld verspricht oder verteilt und fleissig am Ast sägt auf dem wir sitzen indem sie weitere Branchen in Probleme hineinreguliert. Nur die Sozialbranche ist seit 20 Jahren im Aufwind und verschling mittlerweile bald ein Viertel unseres Statshaushaltes.
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  • Kommentar von Pius Ehrler, Olten
    Wirklich ein brutaler Schlag für die sonst schon hart gebeutelte Bauwirtschaft. Sicher stehen wieder tausende von Arbeitsplätzen auf dem Spiel. Da muss unverzüglich der Staat mit Subventionen eingreifen, um die Zubetonierung unseres einst so schönen Landes weiterhin zu gewährleisten.
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Also immer dann, wenn die Wirtschaft was verbockt, was meist sogar absehbar ist, soll der Steuerzahler in die Lücke springen....???? Was da kommt war absehbar und damit musste fix gerechnet werden !
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