IWF-Chefin will es nochmals wissen

Kaum hat der Internationale Währungsfonds IWF das Rennen für den Chefposten eröffnet, meldet sich die derzeitige Chefin Christine Lagarde für eine zweite Amtszeit. Ihre aktuelle endet im Juli.

Christine Lagarde an einer  Veranstaltung auf dem WEF-Podium

Bildlegende: Christine Lagarde steigt ins Rennen um eine zweite Amtszeit als IWF-Chefin. Reuters

IWF-Chefin Lagarde tritt noch einmal an: Sechs Monate vor dem Ende ihrer Amtszeit gibt die Französin eine erneute Kandidatur für den Spitzenposten bekannt.

«Ja, ich bin Kandidatin für eine zweite Amtszeit», sagte die Französin dem TV-Sender France 2 am Weltwirtschaftsforum in Davos. Sie habe dafür Unterstützung erhalten etwa aus Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, China oder Südkorea.

Lagarde soll vor Gericht

Gegen Lagarde läuft allerdings in Frankreich ein Verfahren, weil sie dort in ihrer Zeit als Finanzministerin nachlässig gehandelt haben soll. Deshalb soll sie vor Gericht. Sie hat angekündigt, diese Entscheidung anzufechten.

Die 60-Jährige war 2011 erstmals zur IWF-Chefin gewählt worden. Sie folgte auf Dominique Strauss-Kahn, der wegen eines Sex-Skandals vom Amt zurücktreten musste.

Rennen um IWF Chefposten eröffnet

Das Rennen um den Vorsitz der mächtigen internationalen Finanzorganisation IWF mit Sitz in Washington läuft seit Donnerstag. Die Mitgliedsstaaten können bis Anfang März Kandidaten und Kandidatinnen vorschlagen. Man wolle einen transparenten Auswahlprozess. Eine mögliche Gegenkandidatur zu Lagarde ist bisher allerdings nicht abzusehen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Lagarde zur Börsensituation

    Aus Tagesschau vom 2.9.2015

    Die globalen Börsen befinden sich auf Talfahrt. IWF-Chefin Christine Lagarde warnt vor einer Ausbreitung der chinesischen Krise auf die Weltwirtschaft.