Januar war kein guter Monat für Schweizer Hotelbetriebe

Die ungünstigen Schneeverhältnisse im Januar haben sich auf die Schweizer Hotelbetriebe ausgewirkt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen die Logiernächte um 6,8 Prozent ab. Am härtesten von den Rückgängen betroffen waren die Bergregionen.

Blick über Davos

Bildlegende: Besonders vom Rückgang der Logiernächte betroffen waren die Bergregionen – vermutlich aufgrund der Schneeverhältnisse. Keystone

Die Schweizer Hotelbetriebe haben im Januar 2016 2,6 Mio. Logiernächte verzeichnet – gegenüber dem Vorjahresmonat ein Minus von 6,8 Prozent.

Die inländischen Gäste generierten 1,3 Mio. Logiernächte (-5,2), die ausländischen Gäste ebenfalls 1,3 Mio. (-8,4), wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt. Zu diesem Ergebnis hätten die ungünstigen Schneeverhältnisse beigetragen.

Die Besucherzahlen aus Europa rutschten um 11,2 Prozent nach unten, diejenigen aus dem wichtigsten Markt Deutschland gar um 14,6. Deutschland hat damit mit einem Minus von 52'000 Logiernächten den stärksten Rückgang aller ausländischen Länder verbucht.

Entwicklung der Logiernächte ausländischer Besucher Im Vergleich zum Vorjahresmonat kamen im Januar 2016 deutlich weniger Besucher aus europäischen Ländern in die Schweiz. Die Golfstaaten verzeichneten hingegen eine klare Zunahme (Angaben in Prozent). BFS

Graubünden triffts am härtesten

Zehn der vierzehn Tourismus-Regionen verbuchten ein Minus bei den Logiernächten. Erneut traf es dabei die Bergregionen und von diesen Graubünden (-16) am härtesten. Die Region Basel verzeichnete mit einem Plus von knapp 10 Prozent das grösste Wachstum.

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