Japan stützt seine Wirtschaft erneut mit Milliarden

Die Regierung hat beschlossen, mit einem Konjunkturpaket im Wert von nahezu 30 Milliarden Franken die Wirtschaft anzukurbeln. Unter anderem sollen wirtschaftsschwache Regionen und Familien mit tiefen Einkommen unterstützt werden.

Mann geht an einer elektronischen Anzeigetafel für die Börse in Tokyo vorbei

Bildlegende: Hoffnung auch an der Börse: Japan will mit einem milliardenschweren Konjunkturpaket die Wirtschaft ankurbeln. Keystone

Japans Regierung hat ein weiteres milliardenschweres Konjunkturpaket geschnürt. Sie beschloss Ausgaben über umgerechnet knapp 29 Milliarden Franken. Damit sollen vor allem wirtschaftsschwache Regionen und Haushalte mit niedrigen Einkommen gestützt werden. Diese sollen Waren- und Benzingutscheine erhalten.

Geld für Wiederaufbauhilfe

Ferner sind mit dem Geld Finanzierungshilfen für kleine Firmen geplant sowie Wiederaufbauprojekte für Gegenden, die von dem verheerenden Erdbeben im März 2011 getroffen wurden. Zur Ankurbelung der Bautätigkeit soll eine staatliche Kreditagentur niedrige Hypothekarzinsen anbieten.

Für Wahlen vorgesorgt

Ministerpräsident Shinzo Abe verfolgt eine nach ihm benannte Wirtschaftspolitik (Abenomics), die auf eine lockere Geldpolitik sowie gezielte Ausgaben- und Reformschritte setzt.

Laut Analysten verbessert Abe mit den neuen Massnahmen die Erfolgschancen seines Regierungsbündnisses bei den landesweiten Kommunalwahlen im April.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Klares Votum für «Abenomics»

    Aus Tagesschau vom 15.12.2014

    Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Japan ist Premierminister Shinzo Abe mit seiner Koalition als Sieger hervorgegangen. Somit kann er seine als „Abenomics“ bezeichnete Wirtschaftspolitik für weitere vier Jahre fortsetzen.