Joint Venture von Ringier und Axel Springer

Die beiden Medienunternehmen Ringier und Axel Springer wollen in der Schweiz ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Die neue «Ringier Axel Springer Medien Schweiz» mit Sitz in Zürich soll das Zeitschriften-Geschäft der beiden Verlage vereinigen.

Logos vor den Hauptsitzen in der Schweiz.

Bildlegende: Ringier und Axel Springer spannen auch in der Schweiz zusammen. Keystone

Die beiden Medienunternehmen Ringier und Axel Springer planen die Gründung eines weiteren Joint Venture in der Schweiz. Das Gemeinschaftsunternehmen trägt den Namen «Ringier Axel Springer Medien Schweiz» und hat seinen Sitz in Zürich. Eine Absichtserklärung wurde bereits unterzeichnet.

Wie die beiden Medienhäuser mitteilten, bringt Ringier sämtliche Deutschschweizer und Westschweizer Zeitschriftentitel samt den zugehörigen Online-Angeboten sowie die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» ins Gemeinschaftsunternehmen ein.

Dazu kommt Axel Springer Schweiz, in dem das gesamte Schweizer Geschäft der Axel Springer SE gebündelt ist. Dazu gehören etwa der «Beobachter» und die «Handelszeitung». Ringier konsolidiert das geplante Unternehmen, wie es weiter heisst.

Zusammenarbeit bereits in Osteuropa

Der Zusammenschluss kam bei Anlegern gut an. Springer und Ringier haben bereits 2010 ihr Osteuropa-Geschäft in einem Joint Venture gebündelt. Dort wird das Portfolio in Polen, Ungarn, Slowakei und Serbien gemanagt.

Mit dem neuen Unternehmen wollen die Partner ihre Wettbewerbsfähigkeit im Schweizer Leser- und Werbemarkt verbessern und die Digitalisierung verstärken. «Dieser mit Axel Springer geplante Schulterschluss in der Schweiz macht sowohl journalistisch wie auch betriebswirtschaftlich Sinn», sagte Ringier-Chef Marc Walder.

Die Portfolien beider Unternehmen ergänzten sich gut. Chef der Gemeinschaftsfirma soll der Ringier-Manager Michael Voss werden. Die Details für die abschliessende Vertragsvereinbarung sollen in den nächsten Wochen erarbeitet werden. Die Aufsichtsgremien von Springer und Ringier sowie die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.