Journalisten der BBC streiken

Bis 2017 will die britische BBC 2000 Stellen streichen. Die Journalisten legen daher für 24 Stunden ihre Arbeit nieder. Sie fürchten nicht nur um ihre Jobs, sondern auch um die Qualität der Berichterstattung.

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Radio- und TV-Streik in Grossbritannien

1:59 min, aus Tagesschau vom 18.2.2013

Bei der britischen Rundfunkanstalt BBC herrscht Sendepause. Die Mitglieder der Journalistengewerkschaft NUJ sind aus Protest gegen betriebsbedingte Kündigungen in einen 24stündigen Streik getreten. Um Mitternacht legten sie ihre Arbeit nieder.

Bei verschiedenen Fernseh- und Radioprogrammen kam es zu Störungen und Ausfällen. So wurden zum Beispiel mehrere nationale Nachrichten-Sendungen beim Radio gestrichen.

Journalisten protestieren in London.

Bildlegende: Es ist nicht das erste Mal, dass BBC-Journalisten protestieren. Seit 2004 wurden total 7000 Stellen gestrichen. Keystone

Die BBC will drastisch sparen: Bis 2017 will sie rund 2000 Stellen streichen, vor allem durch auslaufende Verträge und einen Einstellungsstopp. Nach Gewerkschaftsangaben sollen jedoch 30 dieser Stellen durch betriebsbedingte Kündigungen wegfallen.

Verhandlungen vorerst gescheitert

Der Streik wurde beschlossen, nachdem Verhandlungen über die Wiedereinstellung der 30 betroffenen Mitarbeiter gescheitert waren. Eine Verantwortliche der Gewerkschaft sagte, es gehe um die Verteidigung von Arbeitsplätzen und des Qualitätsjournalismus.

Eine BBC-Sprecherin sagte, die Rundfunkanstalt verstehe die Frustration der Mitarbeiter, sei aber enttäuscht wegen des Streiks. Die geplanten Stellenstreichungen betreffen vor allem die Sender BBC Scotland, Five Live, Asian Network und World Service.