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Wirtschaft Junge verzichten aufs Auto: Schweizer Verkäufer sehen es gelassen

Immer weniger junge Menschen kaufen ein Auto. VW-Chef Martin Winterkorn warnt am Autosalon in Genf, auf die Branche kämen grosse Umbrüche zu. Für die Schweizer Autobranche ist das offenbar kein Grund zur Sorge.

Menschen spiegeln sich im Boden am Autosalon Genf, inmitten von Autos.
Legende: Immer mehr junge Stadtbewohner verzichten auf ein eigenes Auto: Deutsche Autobauer machen sich Sorgen, die Schweizer Autobranche reagiert vorerst gelassen (im Bild: Autosalon Genf). Keystone

Wer jung ist und in der Stadt wohnt, ist immer seltener auf ein eigenes Auto angewiesen. In Deutschland kaufen rund ein Fünftel weniger 18- bis 35-Jährige einen Personenwagen als noch vor 20 Jahren. Sie sind auf öffentliche Verkehrsmittel oder Car-Sharing-Modelle umgestiegen.

Auf diesen Trend möchten Deutsche Autobauer aufspringen. BMW und VW haben in verschiedenen deutschen Städten eigene Mietauto-Varianten aufgebaut, um die junge Kundschaft zu erreichen.

Familie gründen, dann erst Auto kaufen

Weg vom eigenen Auto – dieser Trend ist auch in der Schweiz festzustellen. Nicht nur haben junge Städterinnen und Städter oft kein eigenes Auto; immer mehr 18-Jährige verschieben auch die Fahrausweisprüfung auf später.

Doch die hiesigen Autoverkäufer machen sich deshalb noch keine Sorgen. Denn: Die Zahl der Neuwagen bleibt bei rund 300'000 pro Jahr stabil – und der Motorisierungsgrad steigt weiter an. Das heisst, dass Leute über 35 dafür oft zwei oder mehr Autos besitzen.

Obwohl keine genauen Zahlen bekannt sind: Die Branche beobachtet, dass der Trend nur bis Mitte Zwanzig anhält. Sobald junge Menschen Familien gründen, kaufen viele eben doch einen Familienwagen.

Von Mobility profitieren

Weil immer mehr Menschen in der Stadt wohnen, überlegen sich Importeure aber durchaus, ob sie sich auch in der Schweiz stärker hin zum Mobilitätsanbieter entwickeln sollten.

Da die Car-Sharing-Genossenschaft Mobility aber bereits einen grossen Teil des Marktes abdeckt, haben es die hiesigen Autofirmen nicht eilig. Denn Mobility wächst derzeit so schnell, dass sie mit ihren Autokäufen einen Teil des Verkaufsrückgangs bei der jungen Kundschaft kompensiert.

(kipm;basn)

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Warum sollen sich Junge mit Leasing und Krediten verschulden? Wahrscheinlich haben einfach mehr geschnallt, dass es auch gute Gebrauchte gibt und sie sich damit nicht das Budget belasten. Warum sollen sich Junge denn kein Auto kaufen? Nur weil irgendwelche "Gutmenschen" meinen, mit der ÖV fahren sie ökologischer? Strom, Diesel, gepaart mit Sitzplatznot und einem erhöhten Risiko sich mit irgendwelchen Keimen anzustecken sprechen ganz klar gegen den ÖV! Ich fahre Auto mit gutem Gewissen und Spass!
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  • Kommentar von Heinz Lauener, 8004 Zürich
    Viele kaufen sich der Kinder wegen ein Auto. Dabei sollte man gerade der Kinder wegen ein Vorbild sein!
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Ja GA ist billiger.. ja und wenn man dann mal aufs billigere Land zieht mit Frau und 1tem Kind.. da wird es ploetzlich anders.. man kauft mal eine Occasion.. spaeter einen Neuwagen.. und schon ist man dabei.. ;-)
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